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(01.01.2020, 21:08)Rossi46 schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Update der Wetterprognose von 20:02 Uhr

Bis auf einem Schwall kühlerer Luftmassen zwischen dem 4. und 6. Januar ist vom Winter in der ersten Januar-Dekade nicht allzu viel zu erwarten. Zu kräftig ist die Tiefdruckdominanz auf den Atlantik. Wer die Ursache hierfür sucht, wird im Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada fündig. Zu konzentriert liegen dort die Kaltluftmassen vor, welche auf dem warmen Atlantik die Geburtsstunde von Tiefdrucksystemen ist, die im weiteren Verlauf auf Mitteleuropa zusteuern. Und so lange das anhält, ist nicht mit dem Winter zu rechnen.

Riecht nach einem Winter, wo man die Schneetage an den Händen abzählen kann.
(01.01.2020, 21:14)WetterHahn schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
(01.01.2020, 21:08)Rossi46 schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Update der Wetterprognose von 20:02 Uhr

Bis auf einem Schwall kühlerer Luftmassen zwischen dem 4. und 6. Januar ist vom Winter in der ersten Januar-Dekade nicht allzu viel zu erwarten. Zu kräftig ist die Tiefdruckdominanz auf den Atlantik. Wer die Ursache hierfür sucht, wird im Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada fündig. Zu konzentriert liegen dort die Kaltluftmassen vor, welche auf dem warmen Atlantik die Geburtsstunde von Tiefdrucksystemen ist, die im weiteren Verlauf auf Mitteleuropa zusteuern. Und so lange das anhält, ist nicht mit dem Winter zu rechnen.

Riecht nach einem Winter, wo man die Schneetage an den Händen abzählen kann.

An DEN Händen??
Wohl eher an DER Hand! 
Ich komme bislang auf 10-15 Minuten leichtes geflocke ohne Bildung einer Schneedecke. Ist das bereits ein schneetag? Ansonsten warte ich noch auf das erste mal diesen Winter.
Ein Schneetag[5] ist ein Tag, an dem zwischen dem Frühtermin 6 Uhr und dem Frühtermin des Folgetages (6 Uhr) Niederschlag ausschließlich in Form von Schnee gefallen ist und die Niederschlagsmenge (der Schnee wird zum Zwecke der Messung geschmolzen) mindestens 0,1 Liter pro Quadratmeter bzw. 0,1 Millimeter beträgt (letztere beide Angaben sind gleichbedeutend).[

Da gab es hier schon 2, also bin ich da ein bisschen Optimistisch.
Servus in die Hoffnungsrunde!

Beitrag vom 25.12.2019 ...

(25.12.2019, 22:42)Wettergucker schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Servus!

Lassen wir mal den DWD mit wirbeln ... Big Grin Cool Wink 

Datum 15.12.2019
Heute erfolgt eine Aktualisierung des Ausblicks, ob man sich tendenziell schon mit größerer Gewissheit zum Weihnachtswetter äußern kann.
Im Thema des Tages vom 07.12.2019 (Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.) wurde bereits über diese Thematik berichtet, wenn auch recht vage. Jetzt bleibt nicht mehr viel Zeit und wir Meteorologen müssen langsam Farbe bekennen zum Thema Nummer 1 in der Vorweihnachtszeit.
Kommen wir eingangs nochmal zur ersten Trendprognose des Weihnachtswetters von letzter Woche zurück. Da wurden diverse Indikatoren in der Troposphäre und Stratosphäre sowie deren möglichen Auswirkungen auf die Zirkulationsmuster in der erweiterten Mittelfrist für die Nordhemisphäre analysiert und diskutiert. Im Zentrum des Geschehens stand dabei wieder mal der Polarwirbel, d.h. besser gesagt die Frage, ob dieser sich nun abschwächt, damit wir eine Chance auf weiße Weihnachten bekommen.
Gut, viel Zeit verbleibt nicht mehr (genau 9 Tage bis Heiligabend) und wir Meteorologen müssen statt eines Prosa-Trends, der noch recht locker aus der Feder fließt, wohl langsam an eine konkretere Prognose denken. Wenn man allerdings zunächst wieder einen Blick auf die Ensembleprognosen der Globalmodelle für den Zeitraum vom 24.-26.12.2019 wirft (Stand 14.12.2019, 12 UTC), dann könnte man das Thema "Weiße Weihnacht" wohl zum wiederholten Male auf das nächste Jahr verschieben. Die große Mehrzahl der gerechneten Modellläufe liegt eindeutig über den langjährigen Mittelwerten der Temperatur. Diese Aussage gilt selbst für die Mittelwerte, sowohl bei GFS als auch bei IFS. Das würde bedeuten, dass grob gesagt atlantische Tiefdruckgebiete mehr oder weniger den Ton angeben und der Polarwirbel damit alles andere als schwach auf der Brust zu sein scheint. Das hieße in der Praxis relativ mildes, wechselhaftes und zeitweise windiges Wetter. Wie Sie aufgrund der häufigen Verwendung des Konjunktivs sicherlich bereits bemerkt haben, gibt es trotz allem ein kleines "aber". Die Indikatoren für mögliche Blockierungen und deren Auswirkungen auf das Wetter bei uns bleiben bestehen und wurden bereits letzte Woche analysiert. Grund für zunehmende Blockierungen können diverse troposphärische und stratosphärische Wärme- und Impulsflüsse sein, die verschiedener Herkunft sind und den Polarwirbel allmählich schwächen sollten. Als aktueller stratosphärischer Kandidat spielt dort die Phase der quasi-biennalen Oszillation eine wichtige Rolle. Hierbei handelt es sich um äquatoriale stratosphärische Winde, die regelmäßig (also alle 14 bis 15 Monate) ihr Vorzeichen ändern, d.h. aus Westwinden werden Ostwinde und umgekehrt. Derzeit vollzieht sich ein Wechsel der Windrichtung auf östliche Winde, beginnend in der oberen Stratosphäre (siehe Grafik anbei). Auch wenn der Äquator weit weg scheint, so führt genau diese Änderung der Windrichtung zur Modifikation der Antriebe für die globale Zirkulation, die auch unseren Polarwirbel betrifft und der vorherrschenden Westwindzirkulation in den mittleren Breiten entgegenwirkt. Bis dieser Prozess allerdings für unser Wetter Bedeutung erlangt, kann noch einige Zeit ins Land streichen, da Prozesse in der Stratosphäre generell langsamer ablaufen, allerdings dann auch ein "längeres Gedächtnis" aufweisen.
Ein weiterer Faktor sind z.B. Wärmeflüsse (und zwar meridional und vertikal) troposphärischen Ursprungs. Gemeint sind die persistent (und teils deutlich) zu hohen Meeresoberflächentemperaturen z.B. in großen Bereichen des Atlantiks oder auch des Pazifiks. Auch da gilt, sie wirken langsam, aber sicher. Das kann dann nach gewisser Zeit ebenfalls zu mehr Blockierungen, also zu hohem Luftdruck z.B. im Ostatlantik oder Skandinavien führen (siehe Teil 1 des Beitrags).
Das Problem dabei ist, dass diese wichtigen Prozesse (wie auch andere Faktoren) von den numerischen Wettermodellen noch nicht ausreichend berücksichtigt werden (können), da uns einerseits noch zu wenig Beobachtungsdaten über den Ozeanen und innerhalb der Stratosphäre zur Verfügung stehen, andererseits auch die vielfältigen und komplexen Wechselwirkungen diverser Faktoren in der Troposphäre und der Stratosphäre, ja selbst bis in die Mesosphäre hinauf noch Gegenstand intensiver Forschungsbemühungen sind.
Gut, zusammengefasst lässt sich konstatieren, dass die Zeit für weiße Weihnacht im Flachland wohl langsam knapp wird. Aber aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten bei mittelfristigen Wettervorhersagen und unter Berücksichtigung der genannten Faktoren kann man davon ausgehen, dass die Prognose für das Weihnachtswetter einerseits derzeit noch relativ unsicher ist, andererseits die Prognosen selbst noch ein paar Mal mit den Modellen und Modelläufen hin- und herspringen werden. Und dann gibt es vielleicht doch noch die eine oder andere Überraschung, momentan ausgedrückt durch eine kleine Minderheit einzelner Modelläufe, die über Weihnachten bei der Temperatur unter den langjährigen Mittelwerten liegt. Aber selbst das bedeutet noch lange keine weiße Weihnacht, sondern kann auch kaltes, aber trockenes Hochdruckwetter bedeuten.
Selbst wenn es also mit der weißen Weihnacht wieder mal nichts wird, der Winter ist noch lang. Interessant wird es auf jeden Fall ab Ende Dezember bzw. Anfang Januar, wenn der Polarwirbel saisonbedingt mehr zu schwächeln beginnt und vielleicht aufgrund der beschriebenen Faktoren doch mal in die Knie geht oder zumindest mehr blockierende Wetterlagen zulässt.
Dr. rer. nat. Jens Bonewitz
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 15.12.2019
Copyright © Deutscher Wetterdienst
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Also kurz ... bis aktuell wirbelt die Kiste gestärkt und absolt intakt. Bedeutet also das was wir aktuell unwinterlich erleben. Zudem ... -ich sprach es schon vor einiger Zeit gewichtig im  Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login. an-

Zitat:itat Wettergucker 16.12.2019 ... Somit wird sich nun ein weiters deutliches Plus auf`s Dezember-Mittel packen, da helfen auch keine gallischen Kälteecken. Und von einem wirklichen und markanten Absturz sind wir weit entfernt. Dafür ist die Großwetterlage mal sowas von eingefahren. Selbst wenn mal eine Rückseite kommen sollte. Für nachhaltiges Winterwetter bis ins Flachland würde es nicht reichen. Es bräucht wenn schon einige Tage anhaltende Umstellung, da selbst dafür gewichtige  Grundlagen erst auf -und umgebaut gehören. Nehmen wir also die nun laufende Woche bis zu den Feiertagen, wo der auf -und "gut" umgebaute, somit eingefahrene resp. abermals persistente Fahrplan recht gesichert steht ... ja da sind wir schlussendlich wohl schon beim Januar... Übrigens User Geek, da Du gerade "Durchmischung" benennst ... sollten wir wirklich mal in den Genuss einer rückseitigen Nordwestlage kommen, welche nach solch einem deutlich überwärmt anhaltenden Szenario die Hoffnung auf winterlich im Flachland stärker erhöhen sei gesagt, da werden einige Hoffnungen wohl zerschossen, da die Durchmischung deutlich sein wird. Windig zwischen den ganzen vielen Teilplayern im Großplayertrog sorgen schon dafür. Somit wird Schnee wenn überhaupt nur für hohe Lagen der Mittelgebirge oder halt auch für eine evtl mal stauende Nordseite wie bei mir hier ein Thema sein. Die wenigsten User wohnen dort. Und selbst bei Stau muss man das unter solch Umständen über eine längere Zeit bis ganz nach unten rieselnd umbauen. Da ist dann wohl schon der meiste Niederschlag in flüssiger Form durch, bevor man dort die letzten Flocken unten sieht.


Also aktuell und weiter laufend sehr komplexe Troglagen, welche mit permanenter Dynamik in schlussendlicher Form massiver Durchsmischung wettern. Also weiterhin anhaltend nix mit nach unten durchgreifenden Wunschwinterwetter.
Schwächelt endlich irgendwann mal die aktuell absolut intakte und gestärkte P-Wirbelkiste ... grundlegender und somit typischer WINTERWETTERFÜRALLEHOFFNUNGSANSTIEG Wink 


Grüße

Und nun kommt man grundlegend in benannt hoffnungsvollere Zeiten ...

Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 11.01.2020
Ausgangslage für den ab Dienstag beginnende Mittelfristzeitraum ist zunächst eine positive NAO mit einer Rossbywellenzahl von 5. Damit ziehen in der Höhe Trog-Keil-Muster über uns hinweg, was sich am Boden in einer Westwetterdrift mit Dominanz der Großwetterlagen "Wa", "Wa", "SWa" und mit dem Durchzug von Tiefausläufer mit anschließendem Zwischenhocheinfluss manifestiert. Zum

Wochenende hin - und damit schon in der erweiterten Mittelfrist - deutet sich bei einem Rückgang der Rossbywellenzahl auf 4 oder 3 und einem dann neutralen NAO-Index ein weit nach Norden reichendes Blocking über Skandinavien an, was möglicherweise einen Polarwirbelsplit zur Folge hat. Sollte das sogar mit einem Major Warming in der Stratosphäre verbunden sein, würden die Chancen auf
Winterwetter auch in den bisher vernachlässigten Regionen in Deutschland steigen. Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.

Also sollte man noch lange nicht die Flinte ins ...

Hoffnungsvolle und Daumen drückende Grüße
Danke Wettergucker,
für deinen Hoffnungsvollen Beitrag.Wir im Flachland wie ich hier in Hannover wären ja schon froh wenn wir überhaupt mal Schnee zu sehen bekämmen.Außerdem haben wir ja erst Anfang Januar.Ich habe mal gehört das ein so starker Polarwirbel wie jetzt sich selber ein Bein stellen kann wenn er die ganze stärke auf einen Standort (Region)beschränkt.
Abwarten heißt die Devise.
Immerhin ist der Boden bei mir (400müNN) ab einer Tiefe von 2,5cm - 6,5cm noch gefroren. Das hat mich ehrlich gesagt sehr überrascht, es gab noch keinen Dauerfrosttag hier bei mir in Ostbayern und bis auf die Kälte unter der Inversion keinerlei sonstige Kälteproduzierer. Vielleicht reicht es ja dieses Jahr noch für ne Runde Eisstockschießen. Auf allen kleineren und mittleren Seen ist noch immer Eis drauf (ca. 5-7cm).
(04.01.2020, 15:46)Graf Dracu schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Danke Wettergucker,
für deinen Hoffnungsvollen Beitrag.Wir im Flachland wie ich hier in Hannover wären ja schon froh wenn wir überhaupt mal Schnee zu sehen bekämmen.Außerdem haben wir ja erst Anfang Januar.Ich habe mal gehört das ein so starker Polarwirbel wie jetzt sich selber ein Bein stellen kann wenn er die ganze stärke auf einen Standort (Region)beschränkt.
Abwarten heißt die Devise.

Meine Hoffnungen sind für etwas Winter auch so langsam dahin. Da ich im hohen Norden wohne (Flensburg) und somit eingekesselt von der Heizung Ostsee und Nordsee. Müsste für diese Region und Raum Hannover schon ein markanter Kälteeinbruch kommen. Stand heute schwer vorstellbar. Da die Wetterlage sowas von zementiert ist. 

Man muss allerdings sagen, in Schleswig-Holstein kam es in den letzten Jahren häufiger zum Lake-Effekt. Im März 2018 sind in Flensburg einfach mal 40-50 cm innerhalb von 12 Stunden gefallen. Da ist auch so ziemlich meine letzte Hoffnung. Wenn der Wind mal auf Ost dreht könnte es wieder interessant werden. Da aktuell die Ostsee mit 6°C deutlich zu warm ist! Wenn da mal kalte Luft drüber läuft....
So,

mal gespannt, ob das wieder einmal auf´s Neue, Fake News, seitens WO sind...die Sache mit den Schneeflocken, mein ich.. Rolleyes

ob es denn blitzschnell im Nowcast (sind ja nur noch ein paar Stunden) wieder rausgerechnet wird..zumindest sind die aktuellen Temps mit 5° " leicht "  Rolleyes höher, als die geproggte Temp seitens WO, von max. 2°

[attachment=27793]


Same procedure as every year? Wink

LG

Country
Hi Country


Ich wünsche dir viel Glück, dass es diesmal endlich klappt und die Prog. von WO für dich perfekt paßt. Smiley20Smiley20

(06.01.2020, 13:10)Country schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.So,
mal gespannt, ob das wieder einmal auf´s Neue, Fake News, seitens WO sind...die Sache mit den Schneeflocken, mein ich.. Rolleyes 
LG
Country


Lg 43
Snow
(06.01.2020, 14:34)Snow Südschwarzwald 440 m schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Hi Country
Ich wünsche dir viel Glück, dass es diesmal endlich klappt und die Prog. von WO für dich perfekt paßt. Smiley20Confusedmiley20



Danke dir Snow Smile ..ich werde berichten..

Hoffentlich Schnee, morgen früh und kein gefrierender Regen, wie noch zuvor geproggt wurde..

LG

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