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| Wetterdaten Mi 27.11.19 |
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Geschrieben von: Regensburg91 - 27.11.2019, 09:45 - Forum: Aktuelles Wetter
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Heut Nacht dichtester Nebel mit Sichtweiten von Teilweise 5-10m auf der Hochfläche! In den Dörfern immerhin 50m, in Eichstätt unten 100-200m
Tmin: 3,8°C
Takt: 4,0°C aktuell eher Hochnebel mit Sichtweiten von 200m
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| alpinist's Einschätzung |
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Geschrieben von: alpinist - 26.11.2019, 05:57 - Forum: Quo-vadis Klimawandel? (Pers. Einschätzungen einzelner Foristen)
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Guten Morgen,
ich möchte an dieser Stelle nochmals Frosty für sein Engagement und den tollen Vortrag, der von den Teilnehmern sehr interessiert verfolgt und aufgenommen wurde, recht herzlich danken.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Trusted Spotter Networks (TSN) der ZAMG statt. Ich selbst engagiere mich bei TSN seit 6 Jahren. Anfangs über Skywarn Austria, wo ich 2 Jahre Obmann war; seit 2 1/2 Jahren arbeite ich ehrenamtlich direkt mit der ZAMG zusammen.
Zur Info vollständige Programm der Veranstaltung:
191126_1.jpg (Größe: 74,49 KB / Downloads: 38)
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Meine Vortragsteile behandelten Permafrost- und Gletscherrückgang in den Alpen am Beispiel des Sonnblick Observatoriums.
Das Gestein am Gipfel des Rauriser Sonnbick ist von Rissen durchzogen. Es wird gekittet durch Permafrost, der durch klimatische Erwärmung seit 1980 auftaut und sich zurückzieht, so dass der Berg zu bröckeln beginnt. 2003 und 2004 wurden daher Betonklammern mit Felsankern seitlich am Gipfel angelegt. Sie sollen dazu beitragen, den Felsen unter den Fundamenten der Wetterstation und de ausreichend zu stabilisieren.
Man wird sehen, wie lange diese Symptomkorrektur dem Observatorium Halt gibt.
Wie überall in den Alpen ist auch am Sonnblick ein starker kontinuierlicher Gletscherrückgang
(Goldbergkees, Kleinfleißkees, Pilatuskees) zu verzeichnen.
Das Sonnblick Observatorium mit der höchstgelegenen permanent besetzten Wetterstation
der Alpen wurde von Ignaz Rojacher gebaut und im Jahre 1886 eröffnet.
Der Betrieb am Observatorium mit ganzjähriger Besetzung wird von der ZAMG durchgeführt.
Es liegt exponiert und freistehend am felsigen Gipfel des Hohen Sonnblick in 3106m über NN.
- Kernzone des Nationalparks der Hohen Tauern
- keine Aufstiegshilfen in der Umgebung und damit eingeschränkte Erreichbarkeit
- emissionsfreie Stromversorgung des Observatoriums und Einbindung des Zittelhauses
- damit sind die Messeinrichtungen nur limitierten Emissionsquellen des Menschen ausgesetzt
Durch die ganzjährige Beobachtung besitzt das Observatorium Sonnblick vollständige Datenreihen auch aus einer Zeit, in der diese noch nicht automatisch aufgezeichnet, gespeichert oder übermittelt werden konnten. Aus diesem Datenbestand ergibt sich die längste ununterbrochene Klimazeitreihe für das Hochgebirge. Am Observatorium Sonnblick sind eine Vielzahl von Projekten rund um die Themen Atmosphärenphysik und Atmosphärenchemie angesiedelt.
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Sonnblick Broschüre 2019:
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Vortrag von mir (mit zahlreichen winterlichen Fotos von März 2019) im Mai 2019 in Graz:
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Mein zweiter Vortragsteil sollte aufzeigen, wie sich der anthropogen verursachte Klimawandel auf die Ozeane auswirken wird. Dies befindet sich zwar noch in den Anfängen der Forschung, aber gesichert ist ein Anstieg der Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts mkit großer Bandbreite (40cm - ca. 2m):
- durch Abschmelzen der polaren Eismassen/Gletscher und
- Zunahme der Temperatur des Meerwassers (thermodynamisch bedingte Ausdehnung)
Wissenschaftliche Studien (z.B. Uni Kassel) gehen von ca. 3cm/Jahrzehnt aus. Dies dürfte der optimistische - meines Erachtens bei weitem untertriebene - Ansatz sein, wie ihn auch IPCC hat.
ZAMG rechnet mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 40cm bis 1m bis
Ende des Jahrhunderts (2100), je nachdem wie sich der globale Temperaturanstieg entwickelt
(2 °C bis 4 °C).
Andere Untersuchungen (wissenschaftlich nicht bestätigt) gehen von einem deutlich
Höheren Anstieg des Meeresspiegels mit weitreichenden Folgen aus. Dies sind Szenarien
Der möglichen Folgen überschrittener „Tipping points“ .
„Vorhersagen über die zu erwartende Erhöhung des Meeresspiegels werden immer dramatischer - die viel zu optimistischen wissenschaftlichen Prognosen des IPCC wurden auch hier längst von der Klimarealität überholt. Die Vorhersagen des Weltklimarates seien bereits "Makulatur", meldete etwa die Frankfurter Allgemeine Zeitung, da laut neusten Umfragen unter Klimawissenschaftlern der Anstieg des Meeresspiegels "mit einiger Wahrscheinlichkeit zwei- bis dreimal so hoch ausfallen" werde, als bislang angenommen.
Die neuen, realistischen Prognosen gehen von 62 bis 238 Zentimetern aus - also bis zu mehr als zwei Metern. Vor sechs Jahren warnte der IPCC noch vor einem Anstieg von 35 bis 94 Zentimetern bis zum Jahr 2100. Die Folgen dieses Anstiegs wären laut den befragten Polarforschern schlicht katastrophal: Im Endergebnis bedeutete dies einen weltweiten "Verlust von 1,79 Millionen Quadratkilometern Küstenfläche, inklusive der darin enthalten Landwirtschaftsflächen, sowie die Umsiedlung von bis zu 187 Millionen Menschen.“
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Eine Anfrage beim Postsdam Institut für Klimaforschung (Rahmstorf) wurde noch nicht beantwortet.
Noch wenig erforscht sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die
Thermohaline Zirkulation
Auch die Ozeane sind durch Meeresströmungen verbunden. Sie bilden einen globalen Kreislauf großen Ausmaßes, wodurch das Erdklima maßgeblich beeinflußt wird. Die wichtigsten Antriebsfaktoren sind Temperatur und Salzgehalt.
Das globale Wärmeaustauschband wird im Wesentlichen durch das winterliche Absinken des salzreichen und kalten Meereswassers im Nordatlantik auf 1 bis 4 km Tiefe initiiert. Das Absinken wird durch Abkühlen und eine Zunahme des Salzgehaltes durch Verdunstung und in Eis gebundenes Süßwasser ausgelöst. Am oder nahe dem Meeresgrund fließt das abgesunkene Wasser als kalte Tiefenströmung (Nordatlantisches Tiefenwasser) bis zum Ausgang des Südatlantiks und wird dann mit dem Zirkumpolarstrom, einer kalten Meeresströmung um die Antarktis, in den Indischen Ozean und den Pazifik transportiert.
[Bild: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.]
Quelle:
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Für die Folgen für ENSO und das Monsunverhalten gibt es noch keine eindeutigen Erkenntnisse.
Von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung auf Klima/Wetter in EU ist der
Golfstrom/Nordatlantikstrom
Der Golfstrom ist Teil des globalen Förderbandes. In der Nähe des Äquators wird warmes Oberflächenwasser von Westafrika in den Golf von Mexiko befördert und strömt dann an der Ostküste Amerikas als Golfstrom nach Norden und schwenkt in weiterer Folge nach Osten auf den offenen Atlantik, wo er sich in Zweige aufteilt.
Der Nordatlantikstrom ist die nördliche Verlängerung des Golfstroms. Durch die Westwinde wird er nach Europa getrieben. Nördlich von Irland setzt sich ein Teil als Norwegischer Strom bis nach Spitzbergen fort und ein anderer Teil strömt in Richtung Island. Durch den Transport seines warmen tropischen Wassers wird die Luft über dem Meer erwärmt. Dabei transportieren die Winde die Wärmeenergie bis weit in den europäischen Kontinent hinein. Der Nordatlantikstrom wird deshalb oft als die Warmwasserheizung Europas bezeichnet.
Im Gebiet zwischen Grönland, Island und Norwegen wird der Nordatlantikstrom dann von Winden des Polarmeers abgekühlt. Ebenso bildet sich Meereis, wodurch das Wasser des Nordatlantikstroms noch salzhaltiger und damit noch schwerer wird.
Diese hohe Dichte bewirkt nun, dass das kalte Wasser bis auf drei Kilometer absinkt. Tiefenströme befördern das Kaltwasser wieder zurück in Richtung Süden zum Äquator. Dadurch entsteht ein gigantischer Sog, der erneut warmes und salzreiches Oberflächenwasser aus den Tropen anzieht.
[Bild: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.]
Quelle:
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Der Nordatlantikstrom bewirkt, dass die Mitteltemperaturen in West- und Nordeuropa um bis zu zehn Grad Celsius höher sind, verglichen mit Gegenden auf gleicher geographischer Breite in Nordamerika oder Asien.
Trotz fortschreitender globaler Erwärmung hat sich ein Teil des nördlichen Atlantiks in den letzten hundert Jahren abgekühlt (kalter Fleck). Messungen zeigen, dass sich dieser Prozess in den letzten Jahren verstärkt fortsetzt und sich der Golfstrom verlangsamt.
Mögliche Ursache
Auszüge Artikel Rahmstorf Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.:
Der Grund sei, dass die große Umwälzströmung im Atlantik - die sogenannte Atlantic Meridional Overturning Circulation (AMOC), zu der auch der Golfstrom gehört - im Durchschnitt des 20. Jahrhunderts deutlich schwächer geworden sei. Man habe "starke Belege dafür gefunden, dass dieses atlantische Förderband sich in den vergangenen hundert Jahren tatsächlich verlangsamt hat, besonders seit 1970", sagt Rahmstorf.
Als Ursache haben die Forscher den Klimawandel im Verdacht. Der Golfstrom etwa führt warmes Wasser aus den Tropen nach Norden bis nach Europa und wärmt dadurch den Kontinent. Im Nordmeer sinkt das inzwischen abgekühlte Wasser dann in die Tiefe und strömt zurück nach Süden.
Doch durch die Erwärmung schmelze immer mehr Eis auf Grönland, das als Süßwasser ins Meer fließe. Das verändere die Dichte des Meerwassers und dadurch auch das Strömungsverhalten, schreiben Rahmstorf und seine Kollegen. Der Golfstrom werde langsamer.
Mit diesem Thema habe ich mich bereits vor 3 Jahren im Rahmen einer TSN-Präsentation beschäftigt:
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Viel Spaß beim durcharbeiten und schönen Tag,
Franz
p.s.: Für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.
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| Frosty's Einschätzung |
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Geschrieben von: Frosty Sam - 25.11.2019, 22:14 - Forum: Quo-vadis Klimawandel? (Pers. Einschätzungen einzelner Foristen)
- Keine Antworten
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Ich mach's kurz - für mich ist es leider jetzt schon:
191125_51.jpg (Größe: 32,27 KB / Downloads: 150)
Wenn man sich anschaut - welchen Spielraum der IPCC den einzelnen Staaten in
seiner Empfehlung selbst jetzt noch immer läßt, dann ist für mich auch der letzte
Funke an Hoffnung leider schon verglüht.
Wir haben jetzt bereits mit 480 ppm wesentlich mehr Treibhausgase in der
Atmonsphäre, als selbst im Pliozän - als der Meeresspiegel um 15-25 Meter
höher war. Daß wir da nicht auch schon sind, haben wir lediglich der Tatsache
zu verdanken, daß wir noch von der kalten Vorgeschichte zähren und es noch
einige Jahrzehnte dauern wird, bis auch wir die Temps (und in weiterer Folge dann
logischerweise auch mal die Meereshöhen) von damals erreicht haben werden -
gepaart mit DER Tatsache, daß kilometerdickes Eis (bis zu 3,5 bei Grönland in
etwa) eben seine Zeit dauert, bis es vollkommen abgeschmolzen ist. Beim Permafrost
wird's wesentlch schneller gehn, speziell an der soch hoch-gefährlichen oberen Schicht
(bis zu 5 Meter)!
Die Mitgliedsstaaten, welche das Paris-Ziel damals unterschrieben haben, sind mit
ihren Aktivitäten noch dazu meilenweit davon entfernt, selbst die - 2018 von 2 auf
1,5 Grad Grad reduzierte Orientierungsmarke - auch nur annähernd zu erreichen.
Vielmehr werden wir bis zum Ende des Jahrhunderts schon bei 4-5 Grad sein - da
nicht nur die meisten Tipping-Points bis dahin längst überschritten worden sind,
sondern die einzelnen Kippelemente sich erschwerend dazu auch noch gegenseitig
"positiv" aufschaukeln! (dies haben alle Klimamodelle gar nicht - bzw viel zu wenig
drin, drum wird das Nachschärfen der Klimamodelle vermutlich zu einem Dauer-
zustand).
In ca. 100-150 Jahren wird 1/3 bis die Hälfte Grönlands bereits geschmolzen sein -
und auch vom westlichen Eisschild der Antarktis wird kaum mehr was übrig sein. Die
Arktis wird bereits in ca. 10 Jahren zum ersten mal im Sommer völlig eisfrei sein -
und auch im Winter werden immer größere Teile davon (sukzessive fortschreitend)
ungefroren bleiben.
3-5 Meter höherer Meeresspiegel in 100 Jahren schon, ist längst keine Utopie mehr -
selbst wenn der IPCC weiter bei seiner Strategie bleibt, alles viel zu blauäugig und
langsamer fortschreitend zu sehen, als es die Realität jetzt schon zeigt - und in der Folge
weiter zeigen wird. Schon jetzt ist man ständig damit beschäftigt, die einzelen Klima-
modelle laufend nachzuschärfen - viel zu "tolerant" waren alle Parameter in der
Vergangenheit darin bewertet - und sind es noch immer. Siehe dazu auch die 2 Videos,
welche ich euch weiter unten verlinkt hab.
Wenn man hört, daß sich der IPCC selbst beim Permafrostauftau im Norden Kanadas
um 7 Jahrzehnte "verschätzt" hat (auf Mailanfrage dazu, bekam ich von den Potsdamer-
Klimaforschern bis jetzt leider keine Antwort (diese sind ja eng mit dem IPCC verflochten
und dort beratend tätig)) - kann man einfach nur mehr ungläubig und traurig zugleich
den Kopf schütteln.
Die viel zu großzügig formulierten Ziele des IPCC (eigentlich hätte man immer von der
Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre (incl. aller CO2-Äquivalente wie Methan,
Lachgas, FKW's etc.) ausgehen müssen, und nicht von den Temperaturen die bei uns
herrschen - denn diese hinken den Treibhausgaskonzentrationen immer beträchtlich hinter-
her) gepaart mit der - an Korruptheit grenzenden Abhängigkeit der Poltiker von den Groß-
konzernen - bringen das Faß mit ganz großer Sicherheit leider schon bald zum überlaufen!
Ein verantwortungsvoller Arzt orientiert sich ja auch schon an den Blutwerten seiner
Patienten und nicht erst an den sichtbaren Symptomen - denn da ist oft eine schwere
Krankheit schon viel zu weit fortgeschritten, als daß man noch irgendwie heilend eingreifen
könnte! Und genauso müßte man eben - wie schon erwähnt - sich an der Treibhausgas-
konzentration in der Atmosphäre orientieren, nicht erst an den sichtbaren Zeichen des
Temperaturanstiegs. Das wär eine Klimapolitik mit weitsicht gewesen - so aber sind wir
den Karren (jetzt schon mit ganz großer Sicherheit aus meiner Sicht) an die Wand gefahren!
Besonders perfide find ich auch die Tatsache, daß die Deutsche Bundesregierung längst
schon um das gewaltige Bedrohungspotential bescheid gewußt haben muß - (PDF eines
interenen Papiers liegt mir vor und steht sogar öffentlich (noch?) zum download bereit)
und trotzdem derart konsequent bei ihrer Politik der beharrlichen "Ignoranz" geblieben ist -
und weiter noch bleibt! Das erst kürzlich beschlossene Klimascheinkonzept ist ein Armuts-
zeugnis aller ärbärmlichster Güte - und trägt ganz klar erkennbar, alleinig die Handschrift
der Wirtschaftslobby!
2050 - wenn also alle Länder die sich zu Paris bekannt haben - bereits zu 100% klimaneutral
sein sollten (was nie und nimmer gelingen wird können, aus derzeitigen Bemühungen raus
abschätzend) - werden wir voraussichtlich incl. aller CO2-Äquivalente eine Treibhausgas-
konzentration in der Atmosphäre haben, die sich zwischen 550 und 600 bewegen wird, daß
ist um 50% mehr als im Pliozän, vor 3-6 Millionen Jahren also!
Es wird im optimalsten Fall dann einige Jahrtausende dauern, bis man wieder auf Werte um
oder unter 400 kommen kann. Bis dahin werden Unmengen an derzeit noch fest gebundener
Kohlenstoffen und CO2-Äquivalenten aus den Böden und den Meeren in die Atmosphäre
gelangt sein - vorwiegend in Form von Methangas. Die Menschheit wird sich auf diesem Wege
selbst massiv reduzieren - es ist ein Tragödie biblischen Ausmaßes, was wir da unseren
unmittelbaren Nachfolgegenerationen als Last weitervererben! Die Hauptschuldigen sind in erster
Linie jene Politiker, die selbst jetzt noch nicht rigoros handeln - zu einem Zeitpunkt also, an dem
all die Tragik schon einigermaßen konkret abschätzbar ist.
Hier kann man sich das "Hintergrundpapier" des Umweltbundesamtes (noch) downloaden -
welches belegt, daß die Bundesregierung bereits seit 2008 (daß muß man sich mal auf der
Zunge zergehen lassen) ziemlich genau wußte - auf was alles wir da grad zusteuern!
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Die Korruptheit der Politiker im deutschen Bundestag scheint ähnlich weit fortgeschritten,
wie es die Doku "'before the flood" aus Amerika sehr gut beschreibt. Auch dort hängen mehr
als 50% der stimmberechtigten Abgeordneten am Tropf der Energiekonzerne. Immer so viele
gerade halt, daß interne Abstimmungen immer zugunsten der Wirtschaft ausfallen. So oder
so ähnlich kann man sich wohl auch die Nacht vor der Bekanntgabe des letzten Scheinkonzepts
vorstellen! Da ging's sicherlich auch nur mehr stundenlang eher darum, wie man das "Nicht-
Konzept" dem Volke auf's Auge drücken würd können - und dabei noch mit ach und krach den
eigenen Kopf aus der Schlinge zu halten. Die Entscheidung selbst, daß man nämlich kaum was
bzw. viel zu spät alles einleitet - diese ist wahrscheinlich schon nach ein paar Minuten fest-
gestanden - wenn sie nicht sogar schon wochenlang vorher festgestanden war.
Das Papier (des Downloads oben) beschreibt die einzelnen Kippelemente - und all die Folgen,
die aus einem Überschreiten der Tipping Points drohen. Sehr viel von dieser Beschreibung von
damals hat auch jetzt noch seine Gültigkeit - nur daß wir eben schon wesentlich weiter fort-
geschritten-, und den einzelnen Bedrohungsszenarien somit eben näher sind. Nur eben, daß
alles noch viel schneller passiert, als darin noch beschrieben - diese Erkenntnis hätte man
mittlerweile auch schon längst schon gewinnen müssen!
Hier aber jetzt meine Power-Point-Präsentation vom letzten Wochenende, die ich vor einer Gruppe
von Meteorologen, Klimaforscher und einiger Storm-Chaser halten durfte (auf Einladung hin -
von uns'rem "alpinist"):
Hier die Links zu den beiden Youtube-Videos die ich im Rahmen der Präsentation gezeigt hab:
Aus Folie 20 raus (Tipping-Point "Arktis")...........................: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
Aus Folie 21 raus (Tipping-Point "Auftauender Permafrost"): Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
(beide sehr sehenswert, zugleich aber auch dämpfend für's Gemüt)
Präsentation umfaßt 32-Folien, sie war mit ca. 40 Minuten geplant - dauerte aufgrund einiger
kleinerer Diskussionen dazwischen - dann aber ziemlich genau 1 Stunde:
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191125_39.jpg (Größe: 50,57 KB / Downloads: 152)
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191125_42.jpg (Größe: 51 KB / Downloads: 152)
191125_43.jpg (Größe: 44,07 KB / Downloads: 153)
191125_44.jpg (Größe: 58,49 KB / Downloads: 156)
191125_45.jpg (Größe: 43,58 KB / Downloads: 152)
191125_46.jpg (Größe: 37,34 KB / Downloads: 153)
Dies alles ist meine persönliche Einschätzung - viele sehen es anders, dessen bin ich mir
bewußt, ändert aber nichts an meiner Überzeugung. Denn noch niemand bis jetzt konnte
mir schlagende Argumente liefern, die meine Meinung einigermaßen fundiert und wissen-
schaftlich begründet ad absurdum führen hätte können.
Sollte jemand das PDF davon haben wollen, dann könnt ihr es bei mir via PN anfordern
(bitte eure Mailadresse dazu bekanntgeben, damit ich weiß, wohin ich's mailen soll).
Für Fragen zur Präsentation bzw. für irgendwelche Diskussionen darüber - steh ich
im Nachbarthread ("Diskussionen über die persönlichen Einschätzungen") gern zur
Verfügung!
mit (klima)freundlichen Grüßen
lg
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