Kaum ein wirklich bewohntes Eck, wo man derzeit den Winter bis ""ganz"" nach unten findet. Aber paar wenige gallische Ecken gibt es doch. Über die letzten Jahre wurden Selbige regelmäßig von mir zeitnah verfolgend aufgezeigt. Und eines davon ist bei mir hier daheim auf gut 740m. Letzte Woche kündigte ich schon frühzeitig an, dass der Feiertags Montag hier wohl ein weiterer grandioser Winterwandertag werden wird. Und so kam es dann auch. Kein einiges Wölkchen von früh bis spät. Und nun ziert ein leichter Sonnenbrand das Wetterguckergesicht.
Ursprünglich war eine ganz andere Wanderung geplant, aber wir sind ja flexibel. Eine sehr gute Freundin, welche oben auf gut 1000m am Berg wohnt ist krank und da wollte ich einfach mal einen Krankenbesuch machen. Also die Schneeschuhe auf den Rucksack geschnallt und ab ging`s nach oben. Gut, es sind jetzt dort auf 1000m keine Schneemassen und es wäre auch ohne Schneeschuhe gegangen. Aber die sind nun einmal ein verspätetes Weihnachtsgeschenk und wollten mal eingeweiht werden. Und ü30cm Schnee reichen dafür schon mal aus. Und Winter ist auch, wenn man keine zig Meter an Schnee liegen hat. Und die Wiesen da oben liegen so wundervoll ... lassen wir Bilder sprechen!
Wegen des derzeit extremen Skiabfahrer-, Snowboarder-, Schneeschuhläufer-, Schlittenfahrer-, Winterwanderer-, Tourenskifahrer- und Skilangläufer-Betriebes in den Hochlagen bin ich heute schon deutlich vor Sonnenaufgang losgelaufen.
Das ergab in Kombination mit nur um 10-15% !! rH in 2 m dort oben vor Sonnenaufgang nochmal andere Stimmungen als bei der deutlich höheren Feuchte gestern.
(Die Loipen kreuzen regulär mehrere blaue Skipisten, was vor allem auf dem Rückweg nicht ganz so ideal war - aber irgendwie gings schon)
Gut, zum gebrochenen Bein hat der Patient auch noch einen Drehwurm bekommen!
Aber sonst... einfach nur klasse! Die Jungs haben echt geschafft, von was zig Männer immer geträumt haben!
kürzlich noch im ZDF angeschaut, sehr sehenswert, da es doch mit eigenen Beobachtungen, sowie faktischer Entwicklungen der letzten Winter übereinstimmt:
(nur in der ZDF-Mediathek gefunden - dürfte in wenigen Tagen verschwunden sein)
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Lawinenabgänge am Weitsee zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding im Januar 2019:
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Aktuell sind gut 30 Km Ski-Loipen in meiner Gegend klassisch gespurt.
Skating sind es runde 40 Km.
Bei diesem Bildbericht baue ich ein kleines "Sicht-Rätsel" mit ein:
- Und zwar auf welchem der ganzen Fotos seht ihr eine eingeschneite Holz-Sitzbank mit Lehne. (dort hat es den Schnee übrigens nicht verweht - das ist die natürlich gefallene und liegende Schneedecke !
nun ist es soweit, ein ungewöhnlich langer Urlaub von Ende Oktober bis Mitte November in einer der schönsten Regionen Deutschlands / Österreichs, sowie relativ viel Zeit im Anschluss zur Bearbeitung der Bilder (ja... BEARBEITUNG... mehr dazu später im Text), führen jetzt zu einem extrem Langen Beitrag mit besonders vielen Bildern. Insofern nehmt Euch bitte, wenn es Euch wirklich interessiert, reichlich zeit Zum durchblättern.
Wegen der vielen Bilder versuche ich am Text zu sparen, obwohl es mal wieder zu jedem Bild reichlich zu sagen gäbe!
Die ersten Tage waren geprägt von goldenem Herbstwetter, im T-Shirt im Biergarten zu hocken war (zumindest Mittags) gut möglich.
Am ersten Urlaubstag beließ ich es bei einer kleinen Radtour im Gebiet um den Weitsee zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding. Auf etwas über 900m üNN kurz hinterhalb der Jochbergalm bot sich ein typisch herbstlicher Blick auf das Dürrnbachhorn, welches wenige Tage später Schauplatz einer der schönsten Touren meines Lebens werden sollte:
Anschließend folgte eine sehr bekannte, aber immer wieder schöne Abfahrt zum Weitsee herunter. Der geneigte Wetter-Runde-Leser wird sich an ein (für die Region ungewöhnlich heftiges) Lawinenereignis im Bereich zwischen Weitsee und Mittersee Anfang des Jahres erinnern:
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Fast ein Jahr später sind die Folgen der Lawinenabgänge immer noch mehr als deutlich sichtbar:
Immer noch wird in den Kegeln gearbeitet, Straßen und Wege sind gesperrt:
Auch am Folgetag blieb es warm, ich nutzte es für sehr entspannte Stunden in den Loferauen bei Reit im Winkl. Dort traf ich auf einen Verwandten eines altbekannten Gesellen...
... und ein Klassiker:
In den letzten Oktobertagen zeigte sich dann der Winter mit ersten Vorboten in höheren Lagen, im Folgenden im Bereich um das obere Sudelfeld:
Am Folgetage zog es mich etwas weiter hinauf. Es ging zu Fuß auf die Steinplatte. Während des Vormittags war die Stimmung reichlich trist - mehrfach überlegte ich, die Tour abzubrechen. Eigentlich war der Plan über den Nebel zu gelangen. Die Schicht schien aber höher und kompakter zu hängen als gehofft. Hier im Bereich wenige Meter oberhalb der Winklmoosalm:
Tags zuvor am Sudelfeld lag ab etwa 1000m üNN Schnee. An der Steinplatte zeigten sich die erste Reste erst oberhalb der Möseralm auf etwa 1500m üNN:
Die Schneedecke schloss sich erst direkt unterm Gipfel auf über 1800m ünn:
Dort wurde dann auch schnell klar - es reicht nicht bis über den Nebel
Dumm wäre jedoch der, der nach wenigen Minuten am Gipfel schon wieder abteigen würde (soll es da oben echt gegeben haben^^). Es keimte recht schnell Hoffnung auf:
Also schnell einen Zeitraffer gestartet und die Daumen gedrückt:
Und tatsächlich, wenige Minuten später - Gänsehaut!!!
Und mein absolutes Lieblingsbild an diesem Tag... ich entdecke schwarz-weiß-Fotografie:
Und an dieser Stelle der Zeitraffer vom Aufklaren - aus dickster Suppe bis zum strahlenden Sonnenschein:
...Bei diesem Spiel könnt ihr die Temperatur in 2 m Höhe, die während dieser Abendstimmung in einem kleinen Hochtal im Schweizer Kanton Luzern am 27.12.19 geherrscht hat, tippen.