.... wie kalt war es in 2 m Höhe in der Luft in ganzen Graden -> 1. heute früh, 4.1.26 um 8 Uhr - und 2. wie kalt heute, mittags um 12 Uhr in diesem Alpen-Hochtal auf 1030 m Höhe ?
Tipp: Gestern Nachmittag, 3.1.26 mittags um 12 Uhr hatte es dort bei starker Bewölkung Takt. -3°.
Und das bei ~17 cm sehr fluffig-lockerem Pulverschnee, der über einer alten 5 cm Harschschneedecke lag. (Skilanglauf war dort nur dank technisch erzeugtem Snowfarmingschnee möglich.)
Das Jahr 2025 war zu mild und zu nass. Besonders stach der Sommer wieder heraus bei den Temperaturen. Die Wintermonate waren zwar auch erwähnenswert zu warm und schneearm, doch der heiße Juni und August schlugen dem Fass den Boden aus. Der Juni hatte 4 Hitzetage und der August sogar 5 Hitzetage. Dazu etliche Tage zwischen 25 und 30°C. Nur der Juli stand deutlich im Kontrast der anderen Sommermonate. Da gabs viel Regen und moderatere Temperaturen. Noch erwähnenswert sind die 25°C am 20.September. Temperaturen deutlich über 20°C sind meistens den Sommermonaten vorbehalten.
Wieder einmal das Jahr deutlich zu nass. Das ist ein Trend der sich seit 2019 festigt. Seit dem (auch 2025 mit 1069,5mm) gab es an der nahegelegenen Station Sterzing jedes Jahr bis auf 2022 über 1000mm Niederschlag, obwohl bisher Jahressummen von 700-800mm normal waren. Also seit 6 Jahren deutlich zu nass.
Der Dezember war zu warm und deutlich zu trocken. Ein fast durchgängig präsentes Hoch hat sämtliche Tiefs und Fronten abgehalten. Außer kurz nach Monatsmitte und an Heiligabend wo es leichte Tiefausläufer mit Niederschlag nach Südtirol geschafft haben. Dabei fiel aber auch nur an Heiligabend 5cm Schnee, sonst war es nur Regen. Insgesamt kamen so nicht mal 5mm zusammen.
Die Temperatur war nahezu durchgängig über den Mittelwerten, zeitweise auch deutlich mit Höchstwerten um 10°C. Besonders zum Ende des Monats setzte sich trocken milde Luft durch, die die Feuchte dauerhaft fast komplett unter 50% ließen über Tage hinweg. An den Letzten beiden Tagen stellte sich eine kalte Nordströmung ein wo dann auch trotz starkem Nordföhn das Monatsminimum der Temperatur gemessen wurde.
Die niedrige Feuchte in den oberen 5cm waren meist durch gefrorene Erde durch die Frostnächte, aber auch die allgemeine Trockenheit hat ein Teil dazu beigetragen.
Falls ihr etwas ergänzen wollt, z.B. weitere Globalmodelle einfügen möchtet, oder etwas anders seht als ich, könnt ihr es sehr gerne hier schreiben. :
Gerne auch z.B. zu Brandenburg, Sachen oder anderen Bundesländern, oder gerne auch zum Ausland wie z.B. AT, CH, F und andere...
Aktuell gibt es durch ein Hoch westlich der Britischen Inseln bis Grönland eine Atlantikblockade. Das heißt, westliche Strömungen können nicht auf direktem Weg zu uns nach D. strömen.
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Weiter südlich auf dem Atantik ist die Blockade zwar etwas schwächer, aber das spielt für die nächsten Tage keine Rolle.
Zugleich beeinflußt heute und morgen ein Tief über Südskandinavien unter anderem Deutschland.
Hier bei mir im Süden ist es zwar auflebender, mehr westlicher bis südwestlicher Wind, in mittleren und hohen Lagen starker bis stürmischer Wind mit schweren Sturmböen, da dieser jedoch nicht langwellig ist, sondern das Tief im wesentlichen eine Nord- bis Nordweströmung zu uns nach D. bringt, bleibt es recht kalt.
Im Tagesverlauf dürfte es trotz der Nähe zum Hoch, was die Niederschlagssummen im Gegensatz zu z.B. NRW, stark verringert, oberhalb vielleicht 200-300 m Höhe ein paar cm schneien.
In NRW sieht es kälter und deutlich niederschlagsreicher aus, da dort keine leichte Westkomponente ins Spiel kommt, sondern es Nordwest- bis Nordströmung ist.
Zudem liegt NRW stärker im Tief drin, und die Lage ist dort gradientenstärker.
Hier sehe ich vor allem abends und nachts auch auf nur ~100 m Höhe etwas Neuschnee, tagsüber kann es mit leichten Plusgraden wegen der noch warmen Nordsee jedoch zu leichtem Tauwetter kommen.
In den Lagen ab 300 m Höhe z.B. im Sauerland sehe ich gute Chancen auf eine Schneedecke von 5-15 cm, in hohen Lagen sogar von bis zu ca. 35 cm bei sogar mässigem Dauerfrost von um -5°.
Somit würde ich die Chancen, dass der Loipenbetrieb in den mittleren und hohen Lagen dort verbreitet, und auf vielen Loipen aufgenommen werden kann, als recht gut einschätzen.
Und das sehr positive ist zudem, dass es im Folgezeitraum nach hochwinterlichem Wetter aussieht.
Das gilt auch für andere westliche, sowie einige andere Mittelgebirge, aber eine genaue Analyse wäre mir ehrlich gesagt derzeit zu aufwändig.
Für meine Gegend, also Schwarzwald, aber bedingt auch für die Schwäbische Alb, sehe ich aufgrund der angesprochenen Nähe zum Hoch leider deutlich weniger Neuschnee.
Hier dürften es so 2-5 cm in tieferen (ab ~200 m Höhe), von Vogesenlee-Effekten beeinflußten Standorten sein, in den hohen, besten W- bis NW-Staulagen sehe ich bis zu ca. 15 cm.
Das würde hier im Schwarzwald jedoch leider nicht reichen, um den Loipenbetrieb auf manchen Loipen wieder aufzunehmen.
Bis zum 4. Januar schwächt sich das Tief deutlich ab, und macht in den Folgetagen sozusagen Platz für eine gradientenschwache Ost- bis Nordoströmung mit ruhigem, schön hochwinterlichem Wetter.
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Aber das ist alles viel besser, als wenn es eine milde bis sehr milde Westdrift geben würde.
Unter einer Hochdruckdominanz verlief der 0,6°C zu warme Dezember sehr trocken und außergewöhnlich sonnig. Mit 48,8 l/m² Regen (ohne jeglichen Schneefall) fiel nur 44% des normalen Dezemberniederschlages und die Sonne schien an 94 Stunden 89% über der Norm von 1991 bis 2020.
Zum Start in den ersten Wintermonat konnte von einem klassischen Winterstart jedoch keine Rede sein. Unter dem Einfluss von Hoch „Brisca“ waren die ersten 4 Dezembertage bei für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen niederschlagsfrei. Tief „Elias“ leitete ab dem 5. einen unbeständigen und feuchtmilden Wetterabschnitt ein. So fiel bis zum 9. mit 48,4 l/m² Regen schon 44% des normalen Dezemberniederschlages. Ungewöhnlich milde Luftmassen machten auch an den folgenden Tagen jede Hoffnung auf eine verschneite Winterlandschaft zunichte, der Winter blieb bis auf Weiteres außen vor. Mit den Hochs „Ellinor“ und „Frieda“ blieb es bei dem ruhigen Hochdruckwetter. Aber wie so oft im Winterhalbjahr bedeutet ruhiges Hochdruckwetter in den Niederungen häufig Nebel oder Hochnebel, der sich im Tagesverlauf nur zögerlich auflöst, oder sogar ganztägig bleibt. Die Region Schwörstadt und Rheinfelden ist hier durch den nebelauflösenden Ostwind namens „Möhlin-Jet“ klar im Vorteil. So zeigte sich die Sonne in der ersten 2,3°C zu warmen ersten Dezemberhalbzeit mit 45 Stunden schon 91% des langjährigen Dezember-Sonnenscheins. Auch zum Start in die zweite Dezemberhälfte blieb uns die festgefahrene Antiwinter-Wetterlage erhalten, denn täglich grüßte das Hochdruckgebiet „Frieda“, das sich seit geraumer Zeit über Osteuropa breitgemacht hatte. In der Weihnachtswoche wurde dann aus Osteuropa eine mäßig kalte Luftmasse herangeführt. Ab dem 23. Dezember kamen die Sonnenliebhaber nur noch in den Hochlagen auf ihre Kosten, denn in den Niederungen herrschte Dauergrau. Mit stürmischen Ostwind-Böen um 70 km/h fühlten sich die 3°C am Heiligabend durch den Windchill an wie minus 5°C. Passend zum Weihnachtswetter ein abgeänderter Reim vom DWD: Weihnachten 2025 war gefühlt wie immer, von Schnee an Weihnachten hat die junge Generation quasi keinen Schimmer. Das letzte Weihnachtsfest mit einer Schneedecke war Zweitausendzehn, da muss man in den Geschichtsbüchern schon ganze 15 Jahre zurückgehn. Das Positive der zügigen Bise, am Nachmittag lösten sich die Hochnebelfelder zum Teil wieder auf. Unter der Regie der Hochs „Hella“, „Inka“ und dem blockierenden Hoch „Jasmin“ blieb uns die trocken-kalte östliche Festlandluft bis zum Jahresende erhalten, wobei die Sonne immer mehr zum Vorschein kam. 20 niederschlagsfreie Tage in Folge (vom 12. bis zum 31.) bedeuten die längste Trockenheit in diesem Jahr und mit –8,1°C registrierten wir am 31. die tiefste Temperatur des Jahres.
Wetterstation in 41334 Nettetal-Kaldenkirchen (Angabe ohne Gewähr)
Witterungsbericht Monat Dezember 2025
Temperatur:
Temperatur-Monatsmittel 6,10 °C
die höchste Maximumtemperatur 14,3 °C am 9
die mittlere Maximumtemperatur 8,4 °C
die tiefste Minimumtemperatur -4,1 °C am 26
die mittlere Minimumtemperatur 3,5 °C
Meteorologische Tage:
Eistage Monat 1
Frosttage Monat 8
Kalte Tage Monat 19
Sommertage Monat 0
heiße Tage Monat 0
Luftfeuchte:
die mittlere Luftfeuchtigkeit 88 %
tiefste Luftfeuchte während des Monats 58 % am 27
höchste Luftfeuchte während des Monats 96 % am 7
Niederschlag:
Gesamt-Niederschlagsmenge des Monats 39,6 mm
Die höchste Niederschlagsmenge pro Tag 18,0 mm am 8
Anzahl der Tage mit Niederschlag (>=0.1mm) 11 Tage
Anzahl der Tage mit Niederschlag >=5mm 2 Tage
Anzahl der Tage mit Niederschlag >=10mm 2 Tage
Luftdruck:
Monatliches Luftdruckmittel(reduziert auf NN) 0,0 hPa
Tiefster Luftdruck während des Monat 1002,3 hPa am 6
Höchster Luftdruck während des Monats 1034,8 hPa am 27
Sonnenschein:
Gesamtdauer der Sonnenstrahlung (Stunden) 3:10 Stunden