(15.07.2017, 08:51)Robbi schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.@Wetterleuchte: Ich für meinen Teil seh den Begriff "Hitzewelle" etwas liberal (im Unterschied zum "Sommertag"), dann gibt es halt ne 1-Tages-Hitzewelle. Liegt an der Form:
..
Hi Robbi,
ja, das ist eine richtig gute Surfwelle!

So gesehen...
Im Ernst, ich freue mich sogar auf ein paar deutlich wärmere Tage, auch wenn ich wahrlich kein Hitzefan bin und für mich die Höchsttemperaturen bei 25 Grad abgeschaltet werden könnten.
Exkurs:
Aber auch die Natur benötigt tatsächlich auch besonders warme Phasen, auch über 30 Grad. Wir denken zwar meist nur an uns selbst, aber für einige Arten sind hohe Temperaturen mit Sonnenschein doch sehr wichtig. Bestimmte Schmetterlinge seien hier genannt oder auch unsere Wildbienen und Waldameisen, auch wenn man das kaum weiß. Und auch bei einer Anzahl von heimischen Pflanzen sind hohe Temperaturen im Hochsommer durchaus von Vorteil, ja bei einigen sogar besonders wichtig für die Fortpflanzung, da jetzt erst die Blüten getrieben werden und dazu benötigt es dann hochintensive Insekten, die das Bestäuben übernehmen. Und sehr warme Wetterphasen mit hohem Sonnenscheinanteil wirken auf Insekten wie eine Geschwindigkeitsdroge und zudem wie eine Vermehrungspille. Darf halt nur nicht schnell zu trocken werden, dann kippt das Verhältnis wieder. Aber hier hat es ausreichend viel geregnet und da passt eine Hitzephase oder wenigstens sehr warmes Sommerwetter perfekt in die natürlichen Abläufe.
Will nur ein trauriges Beispiel nennen: über 40 Jungstörche sind allein durch die vielen Regentage mit wirklich viel Regen in den letzten 2,5 Wochen allein im Wendland durch Unterkühlung verendet - ja Unterkühlung! Nicht etwa weil es zu kalt war, sondern weil die Jungstörche just in dieser Zeitspanne noch keine festen schützenden, wasserabweisenden Federn haben, sondern nur Daunen, die sich mit Wasser vollsaugen. Passiert das oft, dann verlieren die Jungstörche zu viel Körperwärme und benötigen dann viel mehr proteinhaltige Nahrung. Aber die Nahrung ist an kühleren Regentagen nur Mangelware, die Elternstörche finden dann meist nur Regenwürmer. Das reicht dann für die Jungstörche nicht mehr und so verenden sie. Traurig, weil es erfreulicherweise heuer 97 Jungstörche gab, so viele wie lange nicht mehr. Und nun das.
Schauen wir aber nur auf die Temperaturabweichungen, dann können wir die Zusammenhänge überhaupt nicht erkennen. Wir sind in etwa in dem Niveau, wie es 61-90 war. Alles okay, denken wir. Aber es gab halt ungewöhnlich viel Regen. Nun fehlt tatsächlich die Wärme in Verbindung mit viel Sonnenschein. Damit wäre es von Vorteil, wenn die klimatische Temperaturabweichung zu 61-90 bei uns nun rasch ins Positive hochschnellen würde. Also Klimaerwärmung im Moment und hier: her damit!

Plus Regen auf Normalmaß.
Ansonsten werden wir auch bei anderen Arten hohe Verluste haben und auch in der Vegetation laufen wir Gefahr, durch zu viel Nässe mit Schimmel und Fäulnis ein Problem zu bekommen. Ich denke da auch gleich an meine Tomaten. Die ersten konnte ich schon entsorgen. Aber es geht ja nicht um mich und meine Vorlieben..
Genug der Worte. Ist hier alles nur OT im Thread.
Schönes Wochenende allen!