| Hallo, Gast |
Sie müssen sich registrieren bevor Sie auf unserer Seite Beiträge schreiben können.
|
|
|
| Millionen ha Wald verbrennen im Norden |
|
Geschrieben von: Heinrich - 25.07.2019, 09:15 - Forum: Klima
- Antworten (6)
|
 |
Grüßt Euch!
Was vor zwei Jahren als Extrem begann, scheint sich nun viel öfters zu wiederholen und dabei noch mehr zu steigern, als man es vielleicht annehmen wollte: auf der Nordhalbkugel nördlich des Polarkreises wüten immer größere Feuer mit gewaltigen Ausmaßen!
Vor zwei Jahren sind allein in dieser nördlichen Region 10.000 km² (= 1 Million ha oder 10 Milliarden m²) Wald vom Feuer abgefackelt worden. Und in diesem Jahr haben wir diese Größenordnung bereits jetzt erreicht. Die Feuer-Saison geht noch bis Ende August, was auch bedeutet, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass in der Zeit von Juni bis August oben im Norden Feuersbrünste wüten. Doch das Ausmaß ist erschreckend geworden. Nun ist es aber nicht nur Wald, der verbrennt, sondern auch immer mehr Moorflächen über dem Permafrostboden wird inzwischen durch Feuer in Rauch aufgelöst. In Summe ein Inferno mit ganz erheblichen Folgen:
- der Ruß setzt sich über den Eisflächen ab und sorgt dafür, dass es noch schneller schmelzen kann
- der verbrannte Boden absorbiert noch mehr Sonnenwärme und die Luft über den abgebrannten Flächen erwärmt sich deutlich stärker
- gewaltige Mengen an CO2 und Stickoxiden werden freigesetzt und belasten die Atmosphäre zusätzlich
- der Rauch wird bis in die Stratosphäre gehoben und verändert das chemische Mischverhältnis der unteren Stratosphäre
- der Rauch wird über die Höhenwinde (Jetstream) über die gesamte Nordhalbkugel verteilt und nimmt Einfluss auf Wetterereignisse
- der Permafrostboden wird stärker aufgetaut und entlässt dadurch zunehmende Mengen an CO2 und Methan in die Atmosphäre
Die Aufzählung der Folgen ist nur exemplarisch, es gibt viele weitere Folgen.
Zum Nachlesen gebe ich als Einstieg folgende Lektüre als Empfehlung:
"Die Arktis brennt"
Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
"Heftige Waldbrände auf der Nordhalbkugel- ein Zeichen des Kontrollverlusts?"
Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
Wir reden davon, dass wir unbedingt mehr Wald aufforsten sollten, um CO2 aus der Atmosphäre wieder zu binden. Und wir wissen, so eine denkbare internationale Aufgabe der Wiederaufforstung würde (wenn sie jemals vereinbart würde) Jahrzehnte dauern. Die Zeit rennt uns davon, denn die Tatsachen überrennen uns Jahr für Jahr mehr - so wie jetzt mit den brennenden Wäldern und Mooren am Polarkreis.
Eine Million Hektar Wald verlieren wir inzwischen jährlich durch unkontrollierbare Feuer, Tendenz steigend. Unser Holzverbrauch aus den borealen Wäldern wächst gleichzeitig jährlich weiter an, was bedeutet, dass wir abholzen, was wir wegschaffen können.
Und dabei reden wir gerade nur über die nördlichsten Regionen unseres Planeten. Blicken wir auf den "Rest" der Erde, dann sehen wir, dass tropische Regenwälder weiterhin ungehemmt abgeholzt, verbrannt, vernichtet werden, dass Feuchtgebiete trockengelegt werden, dass für neue landwirtschaftliche Flächen, für Industrie, für Städte und Straßen jedes Jahr ungeheure Flächen "der Natur entnommen" werden, ersatzlos, denn wir haben keinen Platz mehr und scheuen die Kosten, sehen nicht den Nutzen und können es den Aktionären und Spekulanten nicht erklären, dass Geld aus Zerstörung das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde.
Das Thema wird uns noch lange beschäftigen. Es hat einen eigenen Thread verdient.
Meinen Gruß!
|
|
|
| Alpin - So kommt es wohl auch 2019 für viele Regionen wie es kommen musste ... |
|
Geschrieben von: Wettergucker - 24.07.2019, 16:44 - Forum: Klima
- Keine Antworten
|
 |
Mahlzeit!
Tja, der Wettergucker hat besonders auch schon letztes Jahr auf die ""irrwitzigen"" Tatsachen in alpinen Regionen verwiesen. Damals schon vorlaufend Schneerekorde und eine einsetzende Schmelze, welche meiner damaligen frühzeitigen Aussage zufolge gebietsweise neue Dimensionen aufzeigte. Und fragt man in solche Regionen, ja so kann man genau solch Aussagen erhören. Und nun 2019 ... und wieder regional sogar unvorstellbare Schneemengen, flächige teils deutliche Rekordmengen an Schnee. Und diesmal sogar über weit längere Zeit auf -und einwinternd ausbauend. Auch da war wieder mein deutlicher Hinweis ... BITTE gucken was uns allein 2018 aufzeigte und nicht abermals frühzeitige neuerliche Hoffnungen verbreiten, gerade weil die vorwinterlichen Grundlagen so positiv passierte. Also abwarten, denn grundlegend sind Sommerzeiten für alpine Regionen wichtig. Also z.B auch anders zu begucken gegenüber arktischer Regionen. Zudem meine oft geäußerte Meinung, dass 2018 ""nur"" einen deutlich aufzeigenden Point in einer weit länger auf -und ausgebauten geänderten und nicht mehr wirklich ""stimmigen"" Wetterzeit samt Ergebnissen darstellen könnte. Somit wir weiter auch in 2019 dafür bluten und es für weitere Zukunftszeiten weiter erhalten, wenn nicht sogar weiter ausbauen. Und wortwörtlich bluten ... so kommt es für alpine Regionen wieder wie es eigentlich kommen musste. Und das nach solch einem Schneemassenwinter. Aber ich zeigte zeitnah auf, wie unglaublich sich allein hier im ""niederalpinen"" Ländle (bis 1961m) eine Frühjahrszeit zeigte. Rekordschneemengen in teils katastrophaler Art und Weise ... aber trotzdem speziell auf den Südseiten weggekachelt in unvorstellbarer Art und Weise. Das sogar mit enormen Trockenheit in den Regionen verbunden, welche für sprichwörtliches Augenreiben sorgten. Klärchen sorgte Schneeverdunsten für ganz klare Verhältnisse, welche südseitig über lange Phasen kein ankommendes Schmelzwasser in den abführenden Bächen verursachte. Man dachte 2018 war schon augenreibend passiert und das wird wohl so schnell nicht wieder passeiren. Und dann kam 2019 mit Rekordschneemengen (ab 1650m in einzelnen Staulagen 400 - 450cm an liegender Schneedecke) ... dann wieder mit viel - viel zu zeitigen Frühjahrsbeginn samt Folgen. Dann der unterkühlte Mai, wo schon aufgeatmet wurde weil eventuell doch etwas regulierende Fakten als in den Jahren vorher. Und dann dieser unvorstellbare Juni, welcher allein schon mit 4Wochen Südanströmung und nur 2Tagen Unterbrechung übers Wetterguckertal kesselte. Auch die erste Juliwoche das gleich Spiel.
Punktum, somit verwundern mich die aktuellen ersten Aussagen nicht wirklich. Und ja, selbst wenn rigendwo am Ende vom Sommer noch schützender Schnee auf Eismassen liegen sollte. 2019 hat gerade auch wegen seiner Rekordmengen an Schnee über längere Zeiten auf -und ausgebaut sehr deutlich gezeigt, dass egal was man aktuell scheinbar so aufbieten kann und tut, es trotzdem in einem irrwitzigen und fast unglaublichen Szenario endet. Alter Falter ... da schnackelt selbst der Wettergucker mit seine großen Ohren. Und der ist von seiner Meinung her sogar darauf vorbereitet. Das ist schon enormes Kino, welches da dargeboten wird.
Grüße
"Der Gletscher auf dem Dachstein ist schon verloren"
Von Edmund Brandner 18. Juli 2019 00:04 Uhr
Der schneereiche Winter hat nichts genutzt. Obwohl sich auf dem Dachsteingletscher der Schnee an manchen Stellen acht Meter hoch türmte, wird der Gletscher in diesem Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter schmelzen. So wie jedes Jahr seit 1981. Nicht zuletzt auch wegen der tropischen Temperaturen im Juni.
Entscheidende Wochen
Der Gmundner Meteorologe und Gletscherspezialist Klaus Reingruber (Blue Sky Wetteranalysen) misst das "ewige" Eis auf dem Dachstein seit zwölf Jahren. "Die Ausaperung ist heuer ungefähr eine Woche hinter dem Vorjahr", sagt er. Der Vorsprung ist also buchstäblich geschmolzen. "Entscheidend sind jetzt die nächsten vier bis sechs Wochen", sagt Reingruber. "Wenn die Temperaturen ähnlich sind wie im Vorjahr, wird der Gletscher auch heuer wieder um einiges kleiner."
Ganzer Beitrag unter Quelle : Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
Grüße
8d19nm6g.gif (Größe: 444,13 KB / Downloads: 40)
Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
|
|
|
| Darktable - vollwertiger Ersatz für |
|
Geschrieben von: Wettertroll - 20.07.2019, 22:46 - Forum: Smalltalk
- Antworten (3)
|
 |
Jede weiß oder kennt was das Programm Lightroom aus den Bildern machen kann. Aber das ist nicht billig. Dafür gibt es das kostenlose Programm Darktable, indem man aus seinen Aufnahmen einiges verbessern oder heraus holen kann.
Heute mal eine kleine Einweisung mit der Verarbeitung der Verschiedenen Filter mit Darktable.
1. Schärfen, Kontrast verstärken und Entrauschen.
weitere Beispiele kommen noch wenn Zeit besteht.
|
|
|
|