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| Stürmische Woche und stärkere Sturmlage ab Freitag ? |
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Geschrieben von: oligei - 19.02.2017, 07:29 - Forum: Wetter
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Mögliche Sturmwoche und stärkere Sturmlage ab Freitag über unser Vorhersagegebiet
Hallo allerseits,
da hier die näher rückende, wellenförmige Westlage in der Kurzfrist bis Mittelfrist einen stärkeren Druckgradienten zur Folge hat, sei hier mal ein neuer Thread eröffnet und somit der markanteren Entwicklung geschuldet.
Ab Donnerstag soll sich im Nordatlantik ein Schnellläufer etablieren, der vom zyklonalen Drehzentrum Skandinaviens von seiner Südwestflanke schnell nach ME geführt wird, über Norddeutschland fegt und zügig nach Nordosteuropa zieht.
Die Ausgangslage dieser zwei Komponenten habe ich mal eingezeichnet.
GFS 00 z in 500 hPa & Bodendruck.
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Allgemein ist dies aktuell eine West-Wetterlage, mit der Tendenz wellenförmiger Bewegungen, die vor allem in der Höhe hin zu einem Drang Nordwestlicher Anströmung sich entpuppt.
Je nach Kurzwellentrögen und einhergehender Kaltfront wird uns ein Schwall subpolarer Meeresluft mit Temperaturen mit leichten Minusgraden in 850 hPa zuteil, so dass u.a. in den Hochlagen ab ca. 700 m auch etwas Schnee fallen kann. Dieser dürfte aber aufgrund der eher zu warmen Böden kaum liegen bleiben.
Begleitet wird uns diese Wetterlage mit starker Bewölkung (Ausnahme Alpen/Südwesten) und somit schwindet auch die Frostgefahr erheblich. Es ist jahreszeitlich viel zu mild.
Schon in der Kurzfrist treten in exponierten Lagen stürmische Böen auf, in den Hochlagen sogar Sturmböen.
Markant ist hier immer der Wechsel von Kalt- und Warmfront. In letztgenannter steigen die Temperaturen in 850 hPa wieder auf leichte Plusgrade an, so dass bodennah (2m) bis zweistellige Plusgrade möglich werden.
Während dieser Frontpassagen kann dies zu länger anhaltenden Niederschlägen führen, u.a. an Staulagen orographisch bedingt könnte es teils zu Dauerregen langen.
Insgesamt erreicht uns immer wieder ein Schwall subpolarer Meeresluft. Hier begleitend auch im Warmsektor - bliebe der Druckgradient stark ausgeprägt und dies hätte stürmische Böen wieder zur Folge. Vor allem auf den Kammlagen / Hochlagen sollen schwere Sturmböen möglich sein nach den aktuellen Rechnungen.
Während dieser zyklonalen Westlage herrscht also ein kräftiger Druckgradient.
ÜberMitteleuropa verläuft die Frontalzone und verspricht windiges und stürmisches Wetter, begleitet mit Niederschlägen.
GFS 00 z – 10m Spitzenböen km/h
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Der erwähnte Schnellläufer nach GFS 00z würde Freitag Norddeutschland und die Ostsee erreichen und am Folgetag Samstag über das Baltikum ziehen.
Somit entstünde rückseitiger Anströmung wieder ein über Osteuropa induzierter Trog zum Folgetag 6/7.
Die Anströmung bei diesem Sturmtief wäre maritim-polar geprägt, so dass die Schneefallgrenze vorrübergehend bis in tiefere Lagen sinken könnte, während oberhalb von ca. 700 m eine nicht unerhebliche Schneedecke sich bilden dürfte (Mittelgebirge / Alpen).
Mit dieser Trogpassage am nächsten Wochenende würde demnach auch die Temperatur-Talsohle erreicht sein, welche in den ENS recht deutlich erkennbar ist.
Die Hauptläufe rechnen am unteren Rand teils zweistellige Minusgrade in 850 hPa.
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Parallel dazu stellt sich zum starken Gradienten auch eine starke Sturmlage ein, dies jedoch nach GFS 00z in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag.
GFS 00 z – 10m Spitzenböen km/h
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Am Freitag früh würden die Temperaturen von Nord- bis zu dem Südosten in den frühen Morgenstunden bis in den Frostbereich sinken und am Tage nur leichte Plusgrade ermöglichen, während vom Nordwesten- bis Südwesten höhere Temperaturen zu erwarten sind.
Die Folge wäre zumindest am kommenden Wochenende wieder ein Temperaturgefälle von Nordost- zu Südwest.
Dass die Sturmlage auf wackligen Füßen steht, ist dem noch unsicheren Zeitraum geschuldet und ebenso das u.a. GEM 00z und UKMO 00z dies aktuell nicht so auf den „Rechner“ haben.
Aber auch bei GFS 00z gibt es unterschiedliche Cluster, die ohne diese Sturmlage rechnen.
Dieses Spekulatius habe ich mal lila eingekreist 
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Der EZ 00z legt eine Zwischenrechnung hin, hier auch mit dem Randtief und Sturmentwicklungen, jedoch nicht so stark ausgeprägt wie bei GFS 00z:
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Die Trogpassage ist aber im Groben genauso vorhanden, so dass sich zum nächsten Wochenende kurzzeitig für den Norden und Nordosten sich eine kühlere Nordwestanströmung einstellt mit einem Schwall maritim-polarer Luftmassenzufuhr, ehe sich wieder ein Höhenrücken von West her aufmacht nordostwärts Richtung Skandinavien zuzusteuern, während es im Westen und Südwesten milder bliebe, jedoch auch windig.
MfG, Oliver
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| Lichtverschmutzung |
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Geschrieben von: Maria - 16.02.2017, 22:43 - Forum: Smalltalk
- Antworten (3)
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Hier in der Nähe von Wien ist die Lichtverschmutzung so enorm das ich den gesamten Nordöstlichen Himmel keine Sterne erkennen kann. Wäre schön wenn Wien das alles Umsätzen würde was in folgenden Artikel besprochen wird. Und wie schon bekannt, würden sich die Zugvögel besser orientieren können, ganz zu schweigen von der Energie einsparung.
Nächtliches Lichtverbot für Geschäfte gefordert
In Wien ist erstmals die Lichtverschmutzung gemessen worden - also wie hell die Stadt auch in der Nacht ist. Die Initiatoren fordern nun unter anderem, dass Geschäfte nur noch bis 23.00 Uhr beleuchtet sein dürfen.
„Wir fordern, dass ab 23.00 Uhr Schaufensterbeleuchtung und Leuchtreklame abgeschaltet werden“, sagte BirdLife-Geschäftsführer Gerald Pfiffinger bei der Präsentation der Messergebnisse am Donnerstag. Experten informierten dabei auch über die negativen Auswirkungen der starken Beleuchtung auf die Natur, von Insekten über Säugetiere und Zugvögel bis zum Menschen. Sie verwiesen ebenfalls auf die mit der Beleuchtung verbundene Energieverschwendung und den CO2-Ausstoß.
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Wiener Lichtglocke von Großmugl aus
Lichtflut mit Hilfe von Helikopter vermessen
Für die Untersuchung hat der Verein Kuffner-Sternwarte in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum (NHM) und mit Unterstützung der Stadt Wien mit Hilfe eines Helikopters die Lichtflut über der Stadt vermessen. Die Lichtquellen wurden dabei aus 216 Richtungen erfasst. „Wien ist damit die weltweit erste Stadt mit einer vollständig gemessenen Lichtbilanz“, sagte Sternwarte-Chef Günther Wuchterl.
Die Wiener Lichtglocke strahlt laut Angaben mit einer Leistung von 30 Megawatt und verbraucht 90 Gigawattstunden Energie pro Jahr. Das entspreche 50.000 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr. Jeweils rund ein Drittel der Lichtglocke geht auf das Konto der öffentlichen Beleuchtung, der Geschäftsbeleuchtung und der Beleuchtung von Gebäuden durch Himmels- bzw. Fassadenstrahler. „Wien ist dort am hellsten, wo Geschäfte sind“, sagte Wuchterl.
Gebäudebeleuchtung soll Bewilligung brauchen
Neben den Beschränkungen für die Geschäftsbeleuchtungen fordern die Finsternisschützer eine Bewilligungspflicht für Fassaden- und Gebäudebeleuchtung. Solange der Verkehr durch solche Beleuchtung nicht geblendet werde, sei das ein derzeit völlig unregulierter Bereich. „Es ist durchaus wichtig, Gebäude wie den Stephansdom zu beleuchten, das ist Kulturgut“, sagte Pfiffinger. Es gehe aber darum, intelligente Beleuchtung einzusetzen. Und das Problem seien auch die vielen privaten Gebäude, „die nicht wie der Dom beleuchtet sein müssen“.
Wuchterl zeigte sich „optimistisch“ ob der Umsetzung, „weil das relativ einfach zu erfüllende Forderungen sind“. Er verwies auf Nachbarländer wie Slowenien, Tschechien und angrenzenden italienischen Provinzen, wo es Gesetze zur Eindämmung der Lichtverschmutzung gebe.
Neue Laternen für weniger Lichtverschmutzung
Verringert werden soll die Lichtverschmutzung auch durch eine laufende Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Wien, so Wuchterl. Denn die Stadt Wien setze beim Austausch auf „Full-Cut-Off-Lösungen“, bei denen kein Licht in die Atmosphäre abgestrahlt wird.
Aufgrund exzessiver Nutzung von Licht könne man in Wien und anderen großen Städten derzeit den Sternenhimmel nicht mehr betrachten, „geschweige denn die Milchstraße. Es ist traurig, wenn wir nicht mehr unseren Platz im Kosmos sehen können“, sagte NHM-Generaldirektor Christian Köberl.
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Lg
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