Der August war rekordwarm und zu trocken. Der Monat zeigte sich fast durchgehend von der sommerlich heißen Seite, die Kaltfronten mit mehreren kühleren tagen blieben dabei komplett aus, so dass selbst die „kühleren“ Tage meist noch über 20°C gebracht haben. Dabei ist hier im Pfitschertal das mittlere Maximum bei etwa 21-23°C, was zeigt wie sehr die warmen Luftmassen die Oberhand hatten. Das mittlere Maximum für diesem August siegt bei beachtlichen 25,1°C selbst das kühlere St Jakob mit fast 24°C )! Selbst der sehr bewölkte und verregnete Tag am 18.08 hat es auf knapp 17°C geschafft. Am 11.08 gab es zudem den ersten Hitzetag seit Beginn meiner Aufzeichnung (04.2022). Es hat dabei im Unterland über 37°C gegeben, zusammen mit großer Schwüle bis fast 27°C Taupunkt dort! Aber selbst hier stieg der Taupunkt auf 18,7°C, was ebenfalls ein Rekord ist. Die offizielle Station St Jakob hat nahe des Pfitscher Baches sogar die 20°C Taupunkt gerissen, absolut seltene Werte für diese Höhenlage!
Trotzdem hielt sich die Niederschlagsmenge stark zurück. Das lag hauptsächlich an den ausbleibenden Gewittern. Die Wetterlage war zwar fast durchgehend gewitterfreundlich, so dass es fast jeden Tag irgendwo in Südtirol ein Gewitter gab, aber diese Gewitter haben Pfitsch im Gegensatz zum Juli nur selten betroffen. Es gab im Grunde nur konvektive Niederschläge, der einzige halbwegs stratiforme Niederschlag ist in absterbenden Gewitterkomplexen (obwohl es per Definition auch konvektive Niederschläge waren, aber dem Eindruck nach eher stratiform) gefallen.
Wetterstation in 41334 Nettetal-Kaldenkirchen (Angabe ohne Gewähr)
Witterungsbericht Monat August 2024
Temperatur:
Temperatur-Monatsmittel 21,18 °C
die höchste Maximumtemperatur 34,4 °C am 13
die mittlere Maximumtemperatur 26,0 °C
die tiefste Minimumtemperatur 12,6 °C am 26
die mittlere Minimumtemperatur 16,5 °C
Meteorologische Tage:
Eistage Monat 0
Frosttage Monat 0
Kalte Tage Monat 0
Sommertage Monat 16
heiße Tage Monat 6
Luftfeuchte:
die mittlere Luftfeuchtigkeit 76 %
tiefste Luftfeuchte während des Monats 43 % am 27
höchste Luftfeuchte während des Monats 96 % am 1
Niederschlag:
Gesamt-Niederschlagsmenge des Monats 49,6 mm
Die höchste Niederschlagsmenge pro Tag 11,0 mm am 1
Anzahl der Tage mit Niederschlag (>=0.1mm) 14 Tage
Anzahl der Tage mit Niederschlag >=5mm 3 Tage
Anzahl der Tage mit Niederschlag >=10mm 1 Tage
Luftdruck:
Monatliches Luftdruckmittel(reduziert auf NN) 1015,3 hPa
Tiefster Luftdruck während des Monat 1003,7 hPa am 24
Höchster Luftdruck während des Monats 1023,6 hPa am 27
Sonnenschein:
Gesamtdauer der Sonnenstrahlung (Stunden) 111:45 Stunden
Stellt sich eine gewittrige Sumpflage nächster Woche ab Sonntag bis Ende der Woche ein? Der aktuelle Trend was dies Lage angeht ist recht interessant. Die aktuellen Wetterkarten berechnen für die kommende Woche interessanten Gewittersumpf. Wie schon aus dem Einleitungstext zu entnehmen, sagt dies aus dass kaum Bewegung durch Luftmassenaustausch durch kühlere Luft statt finden wird. Was noch hinzu kommt - ist dass die Luftmasse relativ sehr feucht ist, also eine hohe Schwülebelastung mit Verbindung mit sehr hohen Temperaturen über 30 °C. Da die Luft aus Südwesten sich ausbreitet ist somit die Bildung von Wasserbomben Gewitter begünstigt, da kaum Bewegung in der Atmosphäre stattfinden und die Gewitter sich kaum verlagern.
Ein weiterer Trend ist, das bereits ab Sonntag sich von Südwesten wärme Luftmassen somit auf den Weg machen.
Wie man erkennt sind in 850 hpa zwischen 17 - 18 °C (in 2 Meter Höhe dann im Südwesten und Süden = 32 bis 33 °C).
Was noch hier raussticht bei den Karten sind verbreitet Hohe Taupunkte von 17 - 19 °C. Da wird man bei diesen Werten recht in Schwitzen kommen, sportliche Aktivitäten sind bei dieser Witterung nicht zu empfehlen. Vielleicht in den Abendstunden wahrscheinlich. Aber da ja im September schon früher die Sonne untergeht, bleibt es vermutlich recht warm bis heiß am Abend.
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Was die ersten Gewitter betrifft, könnten sich schon im Südschwarzwald erste unwetterartige Gewitter bilden die zu hohen Regenmengen führen könnten. Denke eher ab Montag dürfen sich die ersten Gewitter bilden, wobei die 15 Grad Isotherme sich kaum bewegt oder eiert hin und her.
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Eine Isobaren Drängung ist nicht vorhanden, also eine klassische Gewittersumpf Lage die die ganze Woche in über andauern wird, was zur Folge hat dass sich Gewitter die sich bilden kaum von der Stelle sich bewegen werden und für enorme Regenmengen sorgen werden bis zur Überflutungsgefahr. Also es ist kaum ein Luftmassen Austausch zu erkennen, was im September noch für einige Überraschungen sorgen wird.
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Also somit sind keine Superzellen zu erwarten, da kaum Windscherung in großer Höhe vorhanden ist und für einen langanhaltenden Gewittersumpf sorgen wird. Was zu erwarten sind, sind klassische Hagelansammlungen und Wasserbomben.
Aber diesmal nicht ansatzweise so weit weg wie das letzte mal und dieses mal so wie es ausschaut auch für (deutlich) länger. Dieses mal ist es ein kleine Bauernschaft direkt bei Sterzing in 1250m Höhe, das aber noch zur Gemeinde Pfitsch gehört. Das ist nicht nur eine große schöne Wohnung, dabei ist dieses mal auch ein richtiger Garten und Terrasse. Das ist mir am wichtigsten gewesen, vor allem da ich hier im Pfitschertal zwar sehr ländlich wohne, aber halt ohne eigenen Garten. Daneben hatte ich auch öfter ärger mit der Gemeinde die meine aktuelle Wohnung vermietet, da es ja eine Hausmeisterwohnung ist. Die neue Wohnung ist von einem Privatvermieter, den ich schon kenne und ein sehr lieber Mensch ist.
Das coole ist unter anderem auch, das es ein Neubau ist. Also eine Wohnung nach neuestem Baustandard z.B. LAN-Steckdosen (also eine LAN-Kabelnetzwerk in der Wand, ich wusste vorher nicht mal das man das machen kann) in verschiedenen Zimmern, astreine Dämmung + Wärmepumpe und Solaranlage mit Akkuspeicher. Dieser und die Solaranlage wird aber hauptsächlich für unserem Vermieter sein, da dieser einen kleinen Hof mit ein paar Kühen betreibt. Das ist aber kein Problem, durch die Dämmung und die Wärmepumpe werden die Nebenkosten nur marginal sein.
Übrigens das ist die Lage von Schmuders - so heißt die Bauernschaft - im Wipptal (siehe Pfeil):
Es liegt auf einem kleinen Hügel über Sterzing thronend als erstes Hindernis nach dem Brennerpass (Talverlauf in den Hintergrund) was vor allem bei Föhnwetterlagen ein recht windiger Standort ist. Allgemein sehr interessant wie es sich verhält mit den Temperaturen, da es sehr sonnenexponiert ist (selbst im Hochwinter bis fast 16Uhr Sonne, da ist bei mir in Kematen schon zwischen 14 und 15Uhr ende), aber da es an einer Hügelkuppe liegt sollten die Temperaturverläufe schon eher gedämpft sein. Schnee ist dort aufgrund der Höhe weiterhin regelmäßig ein Thema (der Vermieter sagte mir 40cm kann es da am Tag schon geben), wenn auch der Schnee nicht so langlebig sein wird, durch die sonnenexponierte Südwestlage.
Das ist aber nicht so schlimm, da von der Wohnung ein Wanderweg in etwa einer Stunde zu der ersten Alm auf 1800m führt, und von da aus in weiteren 3 Stunden auf dem Weißspitz (einer der Gipfel ganz rechts im Hintergrund auf rund 2800m). Zudem sobald man hinter dem Hügel auf der Nordseite dessen innerhalb von wenigen hundert Metern auf bis zu 1300m ist, hat man eigentlich wie im Pfitschertal quasi fast durchgehend Schnee.
Da schöne ist zudem das ich meine Station noch besser aufstellen kann. Klar der jetzige Standort ist schon gut, alleine da es sehr ländlich ist, aber da es eine Schule ist, bin ich doch etwas eingeschränkt. Das hat mit der neuen Wohnung ein Ende. Da kann ich solche Sachen wie Bodenmessfeld mit Bodenfeuchte und -temperatur in verschiedenen Tiefen usw. endlich vernünftig umsetzen. eine kleine Webcam in Richtung Jaufenpass bis zu dem ich schauen kann, wäre eine weitere Überlegung, aber das schaue ich dann wenn ich da bin.
Am Abend und in der Nacht drohen heftige Gewitter (Unwetter) mit heftigen Sturmböen über 100 km/h - wohl weiter Westlich und NRW, Saarland und weiter davon nördlich.
Auch im Süden könnten es zu heftigen Entwicklungen kommen, mal sehen.
Die große Hitze ist vorüber - Zeit für eine erste (Zwischen)Bilanz der Sommersaison 2024:
Tage mit Tx >= 20°C: 95 (ab 6.4., bislang letzte Tx < 20°C: 3.7., gestern stieg es im Tagesverlauf doch noch auf 21,5 an)
Tage mit Tx >= 25°C: 49 (ab 6.4.)
Tage mit Tx >= 30°C: 11 (ab 26.6.)
Tage mit Tx >= 35°C: 0
Höchste Tx: 34,9°C (13.8.)
Immerhin ist die Temperaturrekordjagd in diesem Jahr ausgeblieben, der Höchststand vom 20.7.2022 (38,8°C) blieb unerreicht. Und - eine Seltenheit in den vergangenen 7 Jahren - es wurde 2024 die 35° Marke verpasst. Ich gehe im Übrigen davon aus, dass das auch in diesem Jahr nicht mehr passieren wird.
11 Hitzetage (wobei hier durchaus noch welche hinzukommen können) sind dennoch mehr als im langjährigen Mittel, wenn auch deutlich unter den Zahlen der letzten Jahre.
In Sachen Niederschlag: Auch wenn der August bislang recht trocken ausfällt (18 mm), war die Sommersaison im Ganzen doch ausreichend feucht. In unserem (recht schattigen) Garten war Bodentrockenheit durchgehend kein Thema, selbst die nahegelegenen sehr sonnigen Lahnuferwiesen sind bislang im vollen Grün - das sieht Mitte August sonst oft anders aus.