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| Gewitterfront 24.04. Niederrhein |
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Geschrieben von: Problembaer - 25.04.2019, 16:02 - Forum: Bilder und Videos
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Schönen guten Tag zusammen,
da ich mich vor einiger Zeit ja schon ärgern musste, dass ich die ersten konvektiv geprägten Tage des Jahres verpasste, hat es gestern (für hiesige Verhältnisse) hervorragend geklappt.
Und was war das für ein Wetter.
Der eine oder andere User dieses Forums hat es beinahe als Liveübertragung miterlebt, von "jetzt löst es direkt neben mir aus" bis zu "Abbruch, das wird hier zu brenzlig".
Absolut untypisch für die hiesige Region, sagte doch auch manch renommierter Wetterfrosch vorher, dass die Gewitter (wie so oft) mindestens einen Bogen um den Niederrhein vollziehen würden (niedrigste CAPE und Taupunktwerte in ganz NRW). Lediglich in Sachen Temperatur hatten wir gestern Nachmittag die Nase vorn.
So wunderte es mich denn auch nicht, dass die im Südwesten entstandenen Zellen zunächst verstärkend exakt von Süd nach Nord zogen. Zwischen den zwei Hauptzellen westlich und östlich des Rheins bildete sich bei Übergreifen auf NRW eine breite Lücke aus und ich sah es schon kommen - die Lücke würde mir gehören.
Trotzdem guten Mutes an meiner üblichen Stelle aufgebaut und der Dinge geharrt die da kamen... oder auch nicht.
Übrigens: Die Bildqualität bitte ich mal wieder zu entschuldigen (Handy) ;-)
Dann jedoch, mir gegenüber:
Da ploppte es auf wie Poppkorn. Allerdings wanderte der (besorgte) Blick schnell genau zur anderen Seite. Dort bildete die dicke, östliche Zelle schnell nach Westen zu und schloss die eben genannte Lücke:
Eine geschlossene Böenfront kam auf mich zugeschossen und nur wenige Augenblicke später zuckten die ersten Blitze über mich hinweg.
Und in unseren Breitengraden sind Blitze, die man sehen kann, definitiv zu nah.
Während ich mich 10 Meter entfernt von meinem Stativ auf halber Höhe des Dammes hinhockte, spazierte der eine oder andere ganz entspannt auf der Deichkrone daher. Auf meine dezente Ansprache, ob man sich denn nicht herunter bequemen wolle, war die reizende Antwort: "Übertreiben sie mal nicht" ... Nun ja:
Das Ganze hier noch mal im Zeitraffer:
Auf Grund plötzlich einsetzenden "Starkregens" und kleinkörnigen Hagels, nahm ich dann doch für ein paar Minuten im Auto platz.
Als die erste Zelle durch war, folgte wenige Augenblicke später direkt die nächste. Dazwischen wurde es ziemlich ungemütlich. Auf dem Damm stehen zu bleiben wurde auf Grund schwerer Sturmböen zur Herausforderung:
Auf dem Rhein bildeten sich Schaumkronen wie am Meer:
Was letztlich über mich hinwegrollte:
Nun werden Klamotten gepackt, morgen geht's wieder in Richtung Süd, wir sehen uns Leute!
Herzlichen Gruß
Euer Bär
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Unsere alpinen Sumpfwiesen - ein nachhaltiger Wetterwechsel ist dringend nötig! |
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Geschrieben von: Wettergucker - 22.04.2019, 11:56 - Forum: Bilder und Videos
- Antworten (2)
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Servus Bilderfreunde!
Alpines Tal Südost ... Ich schicke voraus, dass wir in der hier im Beitrag von mir gezeigten Höhenregion Rekordschneefälle (30.12.18 -15.01.19) mit schlussendlichen Schneehöhen zwischen 240-280cm (um die 540l an Niederschlag in benannten Zeitraum) hatten. In den direkten Lagen (bis über 1500m) darüber lag der Schnee ja noch deutlich höher. Über die Rekordschneefälle in der Großregion für diesen Zeitraum berichtete ich ja oft genug. Ich zeige hier im Beitrag Bilder von unseren Sumpfwiesen auf 800-1000m - Südseiten über dem Inntal, welche ich gestern durchwanderte und fotografierte. Dort oben gab es die letzten 4Wochen keinen nennenswerten Niederschlag. Eine dort aufgestellten Messstation verzeichnete ganze 3l . Noch zu den letzten 6,5 Monaten für die aufgezeigte Region zum Mittel 61-90 April bis dato um +3Grad zu warm, März um +1,8Grad, Februar um +3,6Grad, Januar rund im Mittel, Dez.18 um +2,4Grad, Nov.18 um + 3,2Grad, Okt.18 um +3Grad) . Was soll ich sagen, ich denke man kann mehr als deutlich erkennen, dass ein deutlicher Wetterwechsel hin zu deutlich weniger kesselnder Sonne, austrocknend wehenden Winden und ausreichend fallenden Niederschlag in wirklich brauchbar und aufnehmbarer Form für diese so wichtigen Biotope mehr als dringend nötig ist. Gestern hatte es in mitten einer solchen Sumpfwiese um 14.10Uhr eine rel. Luftfeuchte von 14/15%. Diese z.B. auch tiefsten Punkte einer Landschaft (also wo sich abfließendes Wasser einer Region sammelt resp. auch durchflossen wird) liegen absolut ausgetrocknet da und ein darin angepasst typisches Leben hat sich bis aktuell kaum entwickelt/nicht eingestellt. Das sollte es aber unter einem längst auch dort oben stattgefundenen Frühlingserwachen, welches ja wieder einige Wochen zu früh eingesetzt hatte. Diese Gebiete sind derzeit so ausgetrocknet, dass selbst ein auf dieses Biotop angepasstes und in gewisser Weise abhängiges Insektenleben, Wild -und Vogelleben, Amphibien -und Kriechtierchenleben darin selbst, wie aber auch drumherum fast nicht bis gar nicht zu beobachten ist. Steht man mitten darin wirkt es derzeit wie eine ausgestorbene Landschaft. Und wie geschrieben, wir haben abermals frühzeitig einsetzenden Frühling, wo es derzeit auch dort vor Wachstum und Leben nur so kacheln sollte.
Und nun kommt bis einschließlich Donnerstag genau auch in diesen Regionen erst einmal teils deutlicher Föhn auf, welcher die Grundlagen schneller Ab -und weiterer Austrocknung auf eine weitere, deutlich steigernde Stufe hebt.
Grüße
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