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Wohl ein neuer Niederschlagsrekord für Europa aufgestellt ... |
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Geschrieben von: Wettergucker - 06.10.2021, 19:00 - Forum: Naturgewalten/Naturphänomene
- Keine Antworten
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Servus!
Und so kam es wie es kommen musste!
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unter Wetterguckerbeitrag ...
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Man stellte meiner Info nach einen neuen Regenrekord für Europa auf!
Die Station Rossiglione stellte mit 848mm in 24Stunden eine fast schon unglaubliche Menge. Teilweise gab es in der Großregion um 150mm pro Stunde. Der Rekord der nun steht liegt meiner Info nach bei um die 740mm in 12Stunden. 
KRASS!!!
Sintfluten am Mittelmeer
Datum 05.10.2021
Das Zusammenspiel von extrem feuchter Luft, Bergen und Tiefdruckgebieten im alpinen Mittelmeerraum hat zu epochalen Regenmengen in Frankreich und Italien geführt. Wir blicken auf das Geschehen zurück.
Regenfälle von selten gesehenem Ausmaß haben in den letzten zwei Tagen Teile des italienischen und französischen Mittelmeerraumes und des Zentralmassivs getroffen. Dafür ist das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren verantwortlich. Einer der wichtigsten Akteure ist der (Ex-)Hurrikan "SAM", der sich zu diesem Zeitpunkt östlich von Neufundland auf dem Atlantik befand. Dort begann die zunehmende Eingliederung in die Westwindzone. Eine günstige Lage der Druckgebiete mit einer zunächst zonal ausgerichteten Höhenströmung sorgte dafür, dass rasch sehr viel Luftfeuchte von "SAM" über den Atlantik Richtung Europa transportiert wurde, wo der Anschluss an ein zentrales Tiefdruckgebiet vor Norwegen erfolgte. Einmal verbunden konnte dieses Tief vor Norwegen immer weiter Luftfeuchte von Hurrikan "SAM" quer über den Atlantik pumpen - es bildete sich ein sogenannter Atmosphärenfluss. Mit einem neu formierten Trog auf dem Atlantik wanderte dieser Fluss zusehends südwärts, sodass die Feuchte in Richtung Mittelmeer gelangen konnte. Klimatologisch betrachtet wird deutlich, wie herausragend dieses Ereignis ist, denn der absolute Feuchtegehalt der Luft betrug das doppelte des um diese Jahreszeit üblichen Wertes. Dies spiegelte sich auch in den Werten des niederschlagbaren Wassers wieder, die im Mittelmeerraum um 40 Millimeter betrugen.
Im Zusammenspiel mit der Kaltfront des vor Norwegen liegenden Tiefs konnte dieses Feuchteband nun abregnen. Zunächst lag diese Kaltfront am vergangenen Sonntag (3.10.2021) unter anderem über dem Zentralmassiv. Dort herrschte vorderseitig und bodennah eine kräftige Südostströmung, die frontal auf die Gebirgskette des Zentralmassivs prallte. Zusätzlich sorgte ein Bodentief in Verbindung mit Frontogenese für zusätzlichen Hebungsantrieb. So wurde direkt vor der Kaltfront Konvektion ausgelöst, die sich über Stunden hinweg immer weiter intensivierte und so den außergewöhnlich hohen Feuchtegehalt der Luft direkt in Starkregen umsetzen konnte. So regnete es anschließend über etwa gut 12 Stunden hinweg mit Raten zwischen 20 und 60 l/m² pro Stunde. Aufsummiert kamen so an einigen Stationen am Ostrand des Zentralmassivs Niederschlagssummen von weit über 100 l/m² in 24 Stunden zusammen. Die höchsten Mengen wurden im Ort Villefort gemessen. Dort fielen bis Sonntagabend 459 l/m² innerhalb von 24 Stunden, davon 251 l/m² innerhalb von 6 Stunden.
Am gestrigen Montag (4.10.2021) verlagerte sich das Geschehen mit dem Vorankommen der Luftmassengrenze und des Feuchteflussbandes dann weiter nach Osten an die italienische Mittelmeerküste nach Ligurien. Dort traf die Luftmasse auf die dortige Steilküste. Gleichzeitig sorgten die vorhandene Trogvorderseite sowie ein Bodentief über Oberitalien für Verstärkung der durch die Geländebeschaffenheit bereits erzwungene Hebung, was im Zusammenspiel mit der extrem feuchten Luft zu intensiver Konvektion führte. Es bildete sich ein quasistationäres Starkregencluster, das sich in einem Zeitraum von etwa 12 bis 18 Stunden über die dortige Region ergoss. Verbreitet wurden Mengen zwischen 100 und 200 l/m² registriert, an einzelnen Stationen wurden diese Werte aber weit übertroffen. Den Rekord hält voraussichtlich die Station in Rossiglione mit atemberaubenden 848 l/m² in 24 Stunden - ein Wert jenseits jeder sonst gebräuchlichen Skala. 700 l/m² fielen davon innerhalb von 12 Stunden. Vereinzelt wurden in der Region auch Stundensummen von 150 l/m² erreicht. Folgen dieses Extremereignisses waren unter anderem heftige Sturzfluten und Murenabgänge. Vermutlich wird man in den kommenden Tagen in den Medien noch einiges über die Unwetter in der dortigen Region hören.
M.Sc. Felix Dietzsch
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 05.10.2021
Copyright © Deutscher Wetterdienst
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| Wie wird er denn nun...der Winter 21/22 |
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Geschrieben von: Toto81 - 03.10.2021, 09:27 - Forum: Wetter
- Antworten (282)
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Guten Morgen, liebe Wetterrunde...
nach einem Sommer, der für Wetterenthusiasten zumindest hier im Westen nichts zustande gebracht hat (das Hochwasser war einfach fürchterlich und gute Gewitter waren hier Mangelware), wird es Zeit, sich über die Jahreszeit Gedanken zu machen, die in den Wetterforen für die meisten Kontroversen sorgt. Kurz und knapp: wie wird der kommende Winter denn nun?
Bevor ich mal versuche, ein paar Dinge hier zusammenzutragen, noch eine kleine Bitte (aus alter WZforum-Gewohnheit): ich bitte um eine ergebnisoffene, faire und freundliche Diskussion....Wetter lässt sich nicht herbeireden, auch nicht, wenn man es vehement versucht. Ansonsten soll diese Diskussion in alle Richtungen offen sein 
Fangen wir mal an:
Wir haben den 03.10.21, die aktuelle GWL auf der NH gestaltet sich wie folgt:
ECMOPNH00_0_34.png (Größe: 73,59 KB / Downloads: 540)
ECMOPNH00_0_2.png (Größe: 82,53 KB / Downloads: 539)
ECMOPNH00_0_1.png (Größe: 66,04 KB / Downloads: 540)
Ohne jetzt jedes Detail akribisch zu beschreiben, fällt im europäischen Bereich besonders die Austrogung in Richtung GB/ iberische Halbinsel auf. Gleichzeitig erstreckt sich hoher Druck von Westrussland in Richtung Polargebiet und von Nordostkanada bis nach Grönland. Entsprechend haben wir im Bereich Nordostkanada/ Westgrönland eine große warme Anomalie und im Bereich des Ostatlantik eine leichte kalte. Gleichzeitig springt die massive Kaltanomalie auf der Hochrückseite über Sibirien ins Auge.
Ich erachte es jetzt hier für sinnvoll, sich erst einmal nur auf die Anomalien zu konzentrieren, die im großen und ganzen tatsächlich zum jetzigen Zeitpunkt (es ist viel Bewegung in den Druckgebilden) eher Raum für Spekulation über die sich in Richtung Winter einspielende GWL auf der NH lassen, als der Bodendruck, auch wenn beides natürlich verbunden ist und es sich nur um Momentaufnahmen handelt.
Entsprechend der Prognose von EZ bleibt hier vor allem eines im Augen:
ECMOPNH00_168_34.png (Größe: 73,65 KB / Downloads: 538)
ECMOPNH00_240_34.png (Größe: 74,42 KB / Downloads: 538)
Es bleibt über dem Osten Nordamerikas bis Grönland deutlich zu mild, von Sibirien über Osteuropa (Phasenweise bis Mitteleuropa) und Südosteuropa zu kalt.
Dies ist ein Bild, dass durchaus die Richtung für die Entwicklung der Winter-GWL beeinflussen könnte, denn insbesondere der ostkanadische und grönländische Bereich können bei entsprechender Kaltluftansammlung dort für einen atlantisch geprägten Winter hier sorgen. Dies ist so derzeit nicht zu sehen. Gleichzeitig ist die Kaltluftanomalie über Sibirien (Kaltluftbildung, Auskühlung) und besonders über Südosteuropa (Stichwort "Suppenhochverhinderung") als gutes Signal zu deuten.
Natürlich ist das erst einmal nur eine Momentaufnahme, aber diese aktuelle Situation ist ein erstes Zeichen, dass die Mildwinterserie möglicherweise endlich mal beendet werden könnte.
Hierzu passend noch die rückblickende Betrachtung:
Ich denke, dass ähnlich zu 2013 das ssw im vergangenen Winter zu einem großen Bruch in der Wetterküche geführt hat. Die Folge war nach dem Arktiswintereinbruch im Februar und dem Vorfrühling Ende Februar, ein in der Summe zu kaltes Frühjahr (gegen 61-90!!!) und ein Sommer, der zwar mit +1,61 K gegen 61-90 zu warm war, aber lange nicht an die vergangenen Sommer heranreichte, insbesondere, wenn man die Qualität des Sommerwetters betrachtet. Der September war dann zwar deutlich zu mild, aber die kritische 2 K-Grenze (61-90) wurde knapp verpasst. Auffällig, dass die ersten drei Jahresquartale deutlich nasser waren, als in den Vorjahren. Unterm Strich sehe ich hier tatsächlich den lange erwarteten Bruch im Wetter und ein Bruch im Mildbollwerk (im Rahmen der Klimaerwärmung zu betrachten) .
Dies könnte durchaus auf die geringe Sonnenaktivität zurückzuführen sein. Das Minimum lag im Bereich 2019/2020 und unter Berücksichtigung einer Verzögerungswirkung könnte dies durchaus den Bruch verursacht haben.
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Aktuell befindet sich die Sonnenaktivität wieder im Anstieg , aber auf niedrigem Niveau. Der gesamte SC 25 würde den Prognosen nach eher deutlich unterdurchschnittlich verlaufen.
Ob und wie sich das langfristig auswirkt, bleibt abzuwarten. Haben wir nun nach 5 hoffnungsvollen Winter um das Minimum des SC 23 herum (09-13) doch seit Winter 14 eine beispiellose Mildwinterserie, die nur punktuell mal unterbrochen wurde (Abweichung unterhalb der +1K gegen 61-90). Inwieweit hier Wechselwirkungen wie EL Nino, AMOC und PDO den Ausschlag gaben, oder ob der Einfluss der Sonnenaktivität eher gering ist, bleibt abzuwarten. Dies soll hier aber auch nicht Thema sein und in der Wissenschaft (klimawandelbeeinflusste Meinungen BEIDER SEITEN mal ausgefiltert) ist das nach wie vor nicht abschließend erforscht. An dieser Stelle kann man als Winterfreund etwas Hoffnung haben, aber ansonsten muss man abwarten.
Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung im Pazifik bzgl. EL Nino/ La Nina:
ssta_c.gif (Größe: 36,73 KB / Downloads: 536)
Aktuell sind die Bedingungen neutral. Ohne jetzt eine direkte Quelle parat zu haben, meine ich im Kopf zu haben, dass für den Winter eher wieder eine La Nina zu erwarten wäre. Dies würde eher für einen kälteren Winter sprechen.
Abschließend sei hier noch die aktuelle Vulkanaktivität auf La Palma zu nennen. Ich bin da aktuell nicht so im Thema, inwieweit relevante Größen für eine Klimabeeinflussung erreicht sind, aber im Grundsatz sollte man dies auf jeden Fall im Auge behalten.
Eine konkrete Prognose möchte ich an dieser Stelle noch nicht abgeben, da ich zu denen gehöre, die tendenziell, auf Grund persönlicher Vorlieben, immer eher zum Kaltwinter tendieren. Vielleicht sind auch deswegen die genannten Punkte von mir eher als Indikatoren für einen kälteren Winter ausgelegt worden. Es braucht hier also weitere Meinungen....
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| Wetterstatistik Monat September 2021 - Ehingen |
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Geschrieben von: Wettertroll - 01.10.2021, 13:06 - Forum: Persönliche Statistiken
- Keine Antworten
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Wetterstation: 89584 Ehingen
Aktueller Monat: September, Aktuelles Jahr: 2021
Temperatur Außen:
Temperatur-Monatsmittel = 15,1 °C
Temperatur-Durchschnitt = 13,33 °C
Normal-Ø-Temperatur Monat (September) (1981-2020) = 13,33 °C
Normal-Ø-Temperatur (September) 2021 = 15,13 °C
Temperaturabweichung - Monat = +1,80
tiefste Minimumtemperatur Tmin = 3,9 °C am 22.09.2021
höchste Maximumtemperatur Tmax = 25,9 °C am 14.09.2021
Luftfeuchte:
die mittlere Luftfeuchtigkeit = 76 %
tiefste Luftfeuchte = 33 % am 06.09.2021
höchste Luftfeuchte = 94 % am 01.09.2021
Luftdruck:
Monatliches Luftdruckmittel = 1018,5 hPa
Tiefster Luftdruck = 1011,0 hPa am 19.09.2021
Höchster Luftdruck = 1029,1 hPa am 21.09.2021
Sonnenschein:
Monatsonnenzeit = 175:19 h
Jahressonnenzeit = 903:59 h
StandardSonnenAbweichung = 129,1 %
759 W/m²
Niederschlag:
Gesamt-Niederschlagsmenge des Monats = 14,4 l/m²
höchste Niederschlagsmenge pro Tag = 7,4 l/m² am 16.09.2021
Anzahl der Tage mit Niederschlag im Monat = 7 Tage
Normal Regen Monat (September) = 60,0 l/m²
Abweichung Monat (September) = -45,6 l/m²
Regentage > 0,1 mm = 7 Tage
Regentage > 2,00 mm = 2 Tage
Regentage > 20,00 mm = 0 Tage
Wind/Windböen:
Höchste Windgeschwindigkeit = 16,5 km/h am 29.09.2021
Höchste Windböe = 42,6 km/h am 29.09.2021
mittlere Windrichtung (Grad) = 270 °
Windwerte:
Windstille % 0,000 %
VerteilungWR% N-NO 2,883 %
VerteilungWR% NO 3,988 %
VerteilungWR% NO-O 11,324 %
VerteilungWR% O 4,744 %
VerteilungWR% O-SO 7,825 %
VerteilungWR% SO 5,930 %
VerteilungWR% SO-S 3,779 %
VerteilungWR% S 5,325 %
VerteilungWR% S-SW 2,453 %
VerteilungWR% SW 5,523 %
VerteilungWR% SW-W 10,359 %
VerteilungWR% W 13,289 %
VerteilungWR% W-NW 6,767 %
VerteilungWR% NW 11,441 %
VerteilungWR% NW-N 3,279 %
VerteilungWR% N 1,093 %
Jahr - Eistage (Tmax < 0°C) = 0 Tage
Jahr - Frosttage (Tmin <= 0°C) = 0 Tage
Jahr - sehr kalte Tage (Tmin <= -10°C) = 0 Tage
Jahr - Kalte Tage (Tmax < 10°C) = 0 Tage
Jahr - Sommertage (Tmax >= 25°C) = 12 Tage
Jahr - Heiße Tage (Tmax >= 30°C) = 0 Tage
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