(12.01.2026, 10:21)Heinrich schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login....Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Man sollte das also im Blick haben und behalten. Immerhin zeichnet sich eine deutliche Windumkehr in der unteren Stratosphäre ab etwa dem 20. Januar 26 ab. Das ist ein untrügliches Zeichen, dass es zu großer Unruhe im gesamten Polarwirbel kommen wird. Mitunter ist die hier genannte TST-Entwicklung nur der Beginn eines nachfolgenden Major-Warming, der aus der Mesosphäre getriggert werden muss. Die Bedingungen dafür - plus passender Zeitverzug - waren und sind gegeben durch das dafür bedeutsame Uralhoch. Von dort werden die Schwerewellen nach oben im richtigen Winkel bis über die Stratosphäre gesendet, was dann da ganz oben die plötzliche Erwärmung auslöst, die daraufhin nach und nach in darunter liegende Schichten der oberen Stratosphäre durchwirken...
Grüßt Euch!
Die Zeit für Karten ist gekommen, denn so allmählich kommen wir in den halbwegs seriösen Forecast-Zeitraum für die Stratosphäre bezogen auf ein mögliches Major Warming.
Das denkbare sudden warming lässt sich anhand der Temperaturen in der obersten Stratosphäre in 01 hpa ablesen und auswerten. Aktuell sieht es in 1 hpa so aus:
Temperaturen 01 hpa am 18.01.2026:
1 hpa Temp 18.01.26 analyse.png (Größe: 134,27 KB / Downloads: 114)
Man sieht einen schulbuchmäßigen runden Kältewirbel. Über der 01 hpa-Ebene beginnt die Mesosphäre. Und dort treffen die seit Tagen nach oben gerichteten Schwerewellen aus dem Uralgebiet auf die chemischen "Wolken". Angeregt durch die Energie finden Spaltungsprozesse statt, die Wärme erzeugen. Die Wärme dehnt sich aus und dadurch entsteht langsam ein Wärmefluss zur Seite und nach unten. Irgendwann wird vertikal nach unten auch die oberste Stratosphäre erreicht. Und damit kommt die Wärmeentwicklung in unser Sichtfeld, respektive in das Sichtfelt der Modellwert.
Um den 25./26. Januar 26 erreichen die ersten Auswirkungen der Erwämung in der Mesosphäre dann auch die 01 hpa-Ebene. Erst kaum sichtbar, dann plötzlich und sehr schnell wachsend, führt die starke Erwärmung schon um den Monatswechsel dazu, dass der eisige Kern des Polarwirbels regelrecht auseinander gerissen wird in zwei Kältekerne. Und zwischen diese Kältekerne schiebt sich sehr warme Luft. Sieht dann - wieder lehrbuchmäßig - so aus:
Temperaturen berechnet für den 03.02.2026 in 01 hpa:
1 hpa warming läuft 03.02.2026 gfs_t01_nh_f384.png (Größe: 129,24 KB / Downloads: 114)
Quelle beide Grafiken: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar.
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Natürlich ist das alles noch viel zu weit weg, um es als irgendwie sicher darzustellen. Ist es nicht!
Gleichwohl bestätigt es meine vor 6 Tagen oben im Zitat erklärten Entwicklungswahrscheinlichkeiten.
Der Zeitverzug passt, die Modelle erfassen erstmals das Thema mit logischem Fortlauf. Also dürfte es so ein, dass das Warming tatsächlich bereits in der Mesospäre läuft und damit der Startschuss für ein Major Warming in der Stratosphäre abgefeuert wurde.
Das wird dann in der Entwicklung nach unten bis in 10 hpa und in 30 hpa noch etwas Zeit fressen. Ich schätze einige Tage bis zu einer Woche.
Dann sollte das Warming dort den Polarwirbel maßgeblich stören und bis in die Troposphäre nach unten wirken. Das wird spannend!
Termin für das Major Warming würde ich nach aktuellem Stand der Entwicklung zwischen dem 05. und 10. Februar fixieren.
Das sind nur 3 Wochen! Und bis dahin werden wir durch das vorherige TST-Event schon fast durchgehend respektables Winterwetter haben.
Sieht nach einer Verlängerung des Winterwetters aus bis mindestens 15./20. Februar.
Aber besser mal weiter beobachten und skeptisch bleiben.
Meinen Gruß!