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Normale Version: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2025/26
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Danke Heinrich.
Spannend... wir werden sehen und auch was daraus folgen kann (vielleicht ja auch warme SW Lage, wer weiß).
(20.01.2026, 12:11)wedder_man schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Danke Heinrich.
Spannend... wir werden sehen und auch was daraus folgen kann (vielleicht ja auch warme SW Lage, wer weiß).

Hallo wedder_man,

SW Lage: könnte sein - wird es aber wahrscheinlich nicht.
Die Modelle brauchen noch viel Zeit, um mit den sich nun stetig ändernden Rahmenbedingungen in der Stratosphäre klar zu kommen. Wir konnten das ja schon bei dem TST-Event mit Polarwirbelsplit in der Troposphäre erleben. Jetzt - mit Ist-Daten sind sich natürlich alle einig und es gibt keinen Zweifel mehr am Polarwirbelsplit in der Troposphäre. Hat gedauert. Vor 10 Tagen hatte ich das schon so angekündigt - damals noch ohne entsprechende Modellberechnungen:

(12.01.2026, 10:21)Heinrich schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login....Nach Durchsicht aller Stratophären-Vorschauen erkenne ich zwischen dem 22. und 30. Januar eine massive Störung in den Höhenregionen zwischen 10 hpa und 100 hpa. Es handelt sich aber offenbar nicht um ein Major-Warming, was ja bekanntlich von oben nach unten in der Stratosphäre durchwirkt. Zwar scheint in 10 hpa eine überschaubare Erwärmung statt zu finden, aber die wurde nach den vorliegenden Auswertungen nicht aus der Mesosphäre in die Stratosphäre getriggert. Dieses Event steht also noch aus.

Die Störung im stratosphärischen Polarwirbel muss daher aus der Troposphäre nach oben wirken, es wäre ein TST-Ereignis nach Definition von @Wetterleuchte.

Im Ergebnis ergibt sich ein Polarwirbelsplit (Teilung in zwei starke Wirbel), der seine Wirkung vornehmlich in der Troposphäre entfaltet und natürlich auch in die untere Stratosphäre nach oben wirkt. Die Auswirkungen sind noch im Nebel der Zukunft, da die Modelle mit solchen Ereignissen große Probleme haben. Allerdings lässt sich doch schon vermuten/erkennen, dass es Nordamerika durch den westlichen Wirbel sicher erwischt und durch den östlichen Wirbel die kontinentale Kaltluft aus Sibirien nach Süden ausbrechen wird. Wohin die genau vorstoßen wird ist unklar. Aufgrund der Großwetterkonstellation mit einem mächtigen Russlandhoch vor dem Ereignis bietet sich ein Ausbruch mit Hauptrichtung bis nach Osteuropa mit höherer Wahrscheinlichkeit an als jede Variante mit Zielrichtung Mittel- oder Westeuropa. Dafür fehlt dann doch der zeitlich passende, rückwirkende Impuls aus der oberen Stratosphäre...

Hier nun das Ist-Ergebnis, also der Polarwirbelsplit in 100 hpa von gestern:

[attachment=50863]
Da gibt es nix mehr zu deuten.

Und die kontinentale Kaltluft trifft - wie vermutet - nicht uns direkt, sondern Osteuropa/Nordosteuropa.
[attachment=50864]

Wir bekommen nur Streifschüsse aus diesem Event, auch wenn das trotzdem respektables Winterwetter bedeutet.

Nun steht das Major Warming in der oberen und mittleren Stratosphäre an, welches nach meinem Gutdünken ab dem 5. Februar erfolgen soll. Das scheinen nun auch andere Wetter-Experten erkannt zu haben:

Zitat:Warming in Stratosphärenhöhe

Wir hatten in unserem gestrigen Abend-Update den Schwerpunkt auf das Major-Warming gelegt, welches durch die Hintergrundmodulation des QBO-Ost weiter getriggert wird. Beide Vorhersage-Modelle berechnen zwischenzeitlich starke Signale für eine plötzliche Stratosphärenerwärmung von -80 auf +8 Grad. Imposant war dabei die Berechnung von heute Nacht, welche wir einmal zur Verdeutlichung der Wucht sowie der daraus resultierenden Unabwägbarkeiten und Sprunghaftigkeit in den Vorhersage-Modellen zeigen möchten.
Quelle: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.

Das wird eine turbulente Modellwoche, soviel ist wohl sicher!

Wie wird es ablaufen können?

Zunächst wird sich der troposphärische Polarwirbel nach dem Split (Wirbelteilung) wieder zusammenfinden wollen. Doch das gelingt nicht, denn dazu fehlt die störungsfreie Phase. In der Troposphäre bleiben Störelemente aktiv. Sieht man schön am 26.01.26:

[attachment=50865]

Danach formiert sich ein zentrales Hoch im Norden und verhindert damit, dass sich der troposphäre Polarwirbel wieder zusammenfinden kann.

In der Stratosphäre sieht man in 70 hpa am 31.01.26 deutlich den nach wie in zwei Dipole aufgeteilten Polarwirbel der unteren Stratopsphäre:

[attachment=50866]

Wie es der "Zufall" will, beginnt ausgerechnet genau zu diesem Zeitpunkt das Major Warming in der obersten Stratosphäre. Wir sehen am 31.01.26 in 01 hpa diese Entwicklung:

[attachment=50867]

Man beachte die Temperaturangabe T90N-60N mit +14,3 K (rot). Das Warming ist angekommen und wirkt nun weiter nach unten durch.
Und da auch hier plötzlich Dipole auftauchen, die ("zufällig") fast an den identischen Orten wie in 70 hpa liegen, dürfte es nach unten den entsprechenden Impuls geben zu einem neuerlichen Polarwirbelsplit, diesmal aber in der Stratospäre selbst ausgelöst. Und dann wird es erst richtig interessant, wie sich das auf den geschwächten troposphärischen Polarwirbel auswirken wird.

Interessant sind auch die Berechnungen, wie sich die Winde innerhalb von 24 h in den verschiedenen Schichten der Stratosphäre verändern:

[attachment=50868]

Blau bedeutet, Windabnahme. Man sieht eindrucksvoll, wie stark die noch vorhandenen Westwinde ausgebremst werden. So ist es nur eine Frage der Zeit bis die Windumkehr in 10 hpa und 30 hpa erreicht sein wird. Nach meiner Einschätzung sollte das ja sein:

(18.01.2026, 11:19)Heinrich schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Termin für das Major Warming würde ich nach aktuellem Stand der Entwicklung zwischen dem 05. und 10. Februar fixieren.
Das sind nur 3 Wochen! Und bis dahin werden wir durch das vorherige TST-Event schon fast durchgehend respektables Winterwetter haben.

Sieht nach einer Verlängerung des Winterwetters aus bis mindestens 15./20. Februar.

Das könnte passen, vielleicht aber sogar etwas schneller, was dann zusätzliche (unbekannte) Turbulenzen auslösen dürfte...

Quellen Stratosphäre: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.
Troposphäre: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.

Soviel wollte ich eigentlich nicht schreiben, aber nun kam es doch so...
Meinen Gruß!
Grüßt Euch!

Update zur Stratosphäre ist nötig!

Das Major Warming verursacht nach neuesten Berechnungen von GFS einen von ganz oben bis ganz unten durchgehenden Polarwirbelsplit.
Termin für die Vollendung: 09.02.2026 (im Rahmen, wie von mir vermutet wurde).

Berchenungen sehen den stratosphärischen Polarwirbel von oben nach unten am 09.02.26 so:

[attachment=50871]

[attachment=50870]

[attachment=50869]

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Damit erfüllen sich dann ggf. meine Annahmen vollumfänglich. Ist aber noch etwas hin.

Die Modelle werden nun nach und nach an den kalten Aussichten arbeiten und die warmen verwerfen.
Stellt Euch auf turbulente Zeiten ein. Das, was die Amerikaner gerade erleben mit extremem Wintersturm bis an den Golf von Mexiko, mit Schneechaos und Temperaturen bis -40° C, werden wir so sicher nicht bekommen. Aber richtig kalt kann es werden und Schnee kann dabei auch gut zusammenkommen. Mitunter sogar ein Wintersturm - aber das ist Spekulation von mir...

Abwarten, Tee trinken, Spannung genießen.
Meinen Gruß!
(24.01.2026, 12:04)Heinrich schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Grüßt Euch!

Update zur Stratosphäre ist nötig!

Das Major Warming verursacht nach neuesten Berechnungen von GFS einen von ganz oben bis ganz unten durchgehenden Polarwirbelsplit.
Termin für die Vollendung: 09.02.2026 (im Rahmen, wie von mir vermutet wurde).

Berchenungen sehen den stratosphärischen Polarwirbel von oben nach unten am 09.02.26 so:







Quelle: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.



Damit erfüllen sich dann ggf. meine Annahmen vollumfänglich. Ist aber noch etwas hin.

Die Modelle werden nun nach und nach an den kalten Aussichten arbeiten und die warmen verwerfen.
Stellt Euch auf turbulente Zeiten ein. Das, was die Amerikaner gerade erleben mit extremem Wintersturm bis an den Golf von Mexiko, mit Schneechaos und Temperaturen bis -40° C, werden wir so sicher nicht bekommen. Aber richtig kalt kann es werden und Schnee kann dabei auch gut zusammenkommen. Mitunter sogar ein Wintersturm - aber das ist Spekulation von mir...

Abwarten, Tee trinken, Spannung genießen.
Meinen Gruß!


Deine Arbeit ist wirklich fantastisch! Ich meine, die Modelle zucken schon nach unten. So ab dem 2. bis 5.02.

Du hast wirklich tolles Wissen und Erfahrung. Vielen Dank fürs Teilen
(25.01.2026, 12:22)rossi400 schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Deine Arbeit ist wirklich fantastisch! Ich meine, die Modelle zucken schon nach unten. So ab dem 2. bis 5.02...

Grüß Dich!

Ja, die Modelle kommen ins Schwitzen.

Zitat:Neuer Vorstoß des Winters in Sicht

An dieser Patt-Konstellation zum Monatswechsel beißen sich die Wettermodelle einmal mehr die Algorithmen aus: Während sie zuletzt noch einen "Sieg" der milden Luft berechnet hatten, mehren sich inzwischen wieder die Anzeichen für einen neuerlichen Vorstoß der Frostluft bis zu den Alpen.
[attachment=50873]
Im Laufe der ersten Februarwoche sehen die Wettermodelle einen neuen Vorstoß arktischer Kaltluft Richtung Mitteleuropa. Ob er tatsächlich kommt, ist aber noch ungewiss.

Sollte sich letzteres Szenario bestätigen, könnte sich in den ersten Februartagen zu neuer Kälte auch im Süden wieder Schnee hinzugesellen.

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Meinen Gruß!
Danke für diese Arbeit, Heinrich. Das sieht sehr spannend aus. Dann werde ich mich schon mal  auf einen winterlichen Fasching einstellen. Heute liegen zum ersten Mal in diesem Winter 7 cm Schnee. Das gab es schon lange nicht mehr. Allerdings soll am Tag Tauwetter kommen bei ca 3 bis 5 Grad, da wird das leider wieder schnell weg schmelzen. 
Grüße aus Baden Württemberg.
Grüßt Euch!

Wir kommen nun zeitlich in den Bereich, in dem die Wetter-und Atmpospärenmodelle Berechnungen mit besserer Treffsicherheit erzielen können für den Zeitraum 5. bis 10. Februar 2026. In dieser Zeitspanne soll ja - nach meiner Einschätzung - das Major Warming in 10 hpa vollzogen sein.

Es kristallisiert sich heraus, dass dieses Ereignis am 10. Februar erfolgen wird. Also doch nicht so schnell, wie es vor ein paar Tagen noch angedeutet wurde. Ich würde die Wahrscheinlichkeitsspanne für das Erreichen aller Kriterien für das sudden warming zwischen den 8. und 10. Februar nach heutiger Analyse festzurren.

GFS rechnet das bereits konstant, was angesichts der zeitlichen Entfernung aber noch mit einigen Unsicherheiten behaftet ist. Soll uns aber nicht weiter tangieren, denn schlussendlich wollen wir ja wissen, welchen Einfluss das Ereignis auf unser Winterwetter haben wird.

Dazu kann ich heute schon mit einer Wahrscheinlichkeit von über 60% vorhersagen, dass uns das Winterwetter bis mindestens zum 15.02., vielleicht auch noch deutlich länger bis zum Monatsende Februar (45%) erhalten bleibt. Wenn das Ereignis Major Warming in der Stratosphäre - wie angenommen - um den 8. bis 10. Februar stattfindet, dann wirkt das nur 1-3 Tage danach eindeutig in die Troposphäre. Wir werden auf jeden Fall einen durchgehenden stratosphärischen Polarwirbelsplit haben von ganz oben in 01 hpa bis ganz runter in 150 hpa. Darunter liegt die Troposphäre, also unsere Wetterküche.

Nun kommt es also darauf an, wo genau die beiden Wirbelkomplexe liegen werden, genauer "unser" näher gelegene Wirbel. Da bietet uns GFS für den 10. Ferbruar diese Lösung an in 100 hpa:

[attachment=50892]
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Diese Position und auch die Ausdehungsrichtung (im Bild) des oberen Wirbels erscheint mir tatsächlich die wahrscheinlichste Lage abzubilden für diesen Termin. Wir sehen einen sehr starken Wirbel mit dem Kennzeichen "L" für Low, was bedeutet, hier ist der niedrigste Druck auf der Nordhalbkugel. Also nicht über Nordamerika, sondern ganz nah bei uns. Zudem ist die Achse des etwas langgezogenen Wirbels die Vorgabe für die Luftbewegungen, die in dem Wirbel stattfinden. Wir gelangen in Mitteleuropa rasch in eine insgesamt nördliche Strömung zwischen NW bis NO in der Troposphäre. Und das bedeutet schon mal länger anhaltende Zufuhr kalter Luftmassen.
Unten in der Tropoaphäre bestimmen die Lage der Hochdruckgebiete und Tiefdruckgebiete, ob wir Luftmassen aus der Arktis bekommen - dann ist diese leicht angewärmt und angefeuchtet über dem offen Ozean - oder aus Nord über Skandinavien oder sogar aus Nordost aus Russland - dann ist es trockene, sehr kalte Festlandluft. Entscheidend ist hier das steuernde und quasistationäre Hochdruckgebiet, welches den Polarwirbel in zwei Teile geteilt hat. Das wird sehr wahrscheinlich über Grönland liegen und so den Tiefdruck im östlichen Atlantik blockieren. Die Winde wehen um Hochdruck im Uhrzeigersinn, so dass die Kaltlust aus der Arktis und östlich davon in südliche Richtung advehiert wird. Das wäre dann in unsere Richtung. Zeitverzug zum erfolgten Major Warming wäre nur 1-3 Tage. So können wir uns darauf einstellen, dass am frühen Morgen des Valentinstages (14. Februar) bei uns schon flächendeckend Temperaturen von -10° bis -15° möglich sein können. Es sieht nämlich so aus, dass wir in den fragwürdigen Genuss eines Artic Outbreaks kommen werden, der eisige Höhenkaltluft bis über die Alpen hinweg ins Mittelmeer transpotiren dürfte. Dort wird dann eine explosionsartige Vertiefung stattfinden mit heftigen Unwettern und sehr viel Schnee. Diese Mittelmeer-Zyklonese wird dann "unseren" Polarwirbel noch weiter nach Süden ziehen, so dass er sich über unseren Köpfen befinden wird. Und das bedeutet, dass sich die Kaltluft bei uns ansammeln wird und drumherum wirbelt es mächtig, da die Warmluft ja nicht verschwunden ist und sich gegen die Kaltluft stemmen wird. Spaßig wäre das nicht mehr...

Doch das ist natürlich alles noch weit weg und die Modelle zeigen das bisher so auch nicht. Aber - aufgemerkt - nach Adam Riese und Frau Holle sollte/könnte/dürfte  es so kommen. Macht Euch also seelisch schon einmal auf eine kalte, sehr turbulente und lange (erinnerungstechnisch) nachwirkende Winterphase gefasst!

Sollte ich falsch liegen, naja, dann kommt es halt anders.
Meinen Gruß!
Ich hoffe nicht, dass ich mich zu Fasching als Russenpeitsche verkleiden muss, das Kostüm wartet seit 2013 (damals frisch gebastelt) im Schrank und wartet seit über einem Jahrzehnt auf seinen Einsatz im eisigen Fasching......und jetzt seit Russland die Ukraine angreift werden die Winter immer kälter. Ein Schelm der böses dabei denkt......  Tongue
(30.01.2026, 15:41)Schwabenland schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Ich hoffe nicht, dass ich mich zu Fasching als Russenpeitsche verkleiden muss, das Kostüm wartet seit 2013 (damals frisch gebastelt) im Schrank und wartet seit über einem Jahrzehnt auf seinen Einsatz im eisigen Fasching......und jetzt seit Russland die Ukraine angreift werden die Winter immer kälter. Ein Schelm der böses dabei denkt......  Tongue

Grüß Dich Schwabenland,

das eiskalte Kostüm solltest Du vielleicht schon mal auspacken und abstauben. Denn:

Zitat:Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein kollabierender Polarwirbel und die Rückkehr des Hochwinters

Die seit Tagen erwartbare Sprunghaftigkeit der Vorhersage-Modelle nimmt heute wieder zu und bestätigt den Extrembereich, in welchem sich der Wettertrend bewegen wird. Das erste Extrem ist die Erhaltungsneigung der Grenzwetterlage.

Nach der aktuellen Wetterprognose des europäischen Wettermodells dehnt sich das Hoch über Skandinavien zum 7. Februar weiter in Richtung Island und Grönland nach Westen aus, während zur gleichen Zeit ein Keil des Azorenhochs auf dem Atlantik ebenfalls in Richtung Grönland aufstrebt. Dieser Prozess stört die Tiefdruckstruktur auf dem Atlantik, doch reicht es noch für ein schwaches Tief im Bereich zwischen England, Frankreich und Spanien, welches auf seiner Vorderseite mit +4 bis +8 Grad vergleichsweise warme Luftmassen nach Norden führt, während mit dem Hoch die Temperaturen über dem Norden auf -6 bis +1 Grad verbreitet frostig bleiben können.

So erhält sich die Grenzwetterlage entlang einer Linie zwischen Münster und Dresden bis zum 8. Februar, was ein ungewöhnlich langer Zeitraum ist.

Kollaps des Polarwirbels - Hochwinter mit viel Schnee über Deutschland

Im Zeitraum vom 8. bis 13. Februar geht alles ganz schnell und lässt die Großwetterlage kompromisslos in Richtung Hochwinter kippen. Verantwortlich hierfür ist das Hoch über Grönland, welches sich bis zum 11. Februar weiter aufbläht und einen Kerndruck von 1055 hPa annehmen kann. Das drückt die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik zunächst weit nach Süden und verschiebt über Deutschland die Luftmassengrenze in Richtung der Alpen. Die Temperaturen erreichen am 11. Februar noch Höchstwerte von -9 bis -2 Grad - wohlgemerkt die Höchstwerte über ganz Deutschland.

Im Zeitraum vom 11. bis 14. Februar gelingt es dem Hoch über Grönland eine Querverbindung zu einem Hoch zwischen Kanada und Alaska aufzubauen, während zur gleichen Zeit sich der Keil des Azorenhochs stabilisieren kann. Dieser Prozess hat dramatische Folgen für den Polarwirbel, da dieser im Bereich zwischen Spanien und Alaska in zwei Teile gesplittet wird.

Der Hauptcluster des Polarwirbels dreht sich zwischen der Barents- und Karasee ein und befördert mit Hilfe der Splitachse eisige Polarluft nach Deutschland, was die Temperaturen bis zum 13. Februar auf -13 bis -4 Grad absinken lassen kann. Die Luftmassen sind zudem labiler Schichtung, was zeitweiligen Niederschlag auslöst, der über einen längeren Zeitraum überwiegend in Form von Schnee bis auf tiefere Lagen niedergehen kann.

Würde die Prognose des europäischen Wettermodells 1:1 so eintreten, so wären Neuschneemengen von verbreitet 5 bis 15 cm und regional von bis 35 cm möglich. In Summe eine hochwinterliche Wetterlage.
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Ach ja, passende Schneeschuhe hast Du doch bestimmt, wenn nicht, schon mal googlen...
Schönes Wochenende!
Danke Heinrich,

Ich habe schon Schneeboots bzw Schneeschuhe. Ich hoffe nur, dass ich am Fasching nicht von den Russen missverstanden und verklopft werde Confused  Smile für mein Kostüm. Bin dann wie ein Eskimo oder eine Russin verkleidet mit Pelzmütze und auch einen Umhang auf dem halt steht: " Die Russenpeitsche kommt, Vorsicht Kälte Ü -20 Grad".

In Berlin wird in dieser kalten Zeit Shen Yun aufgeführt. Ich hoffe, dass es da kein Verkehrschaos gibt, und alle dort hin können. Wäre tragisch wenn diese Karten, die die Leute gekauft haben wegen Winterwetter verfallen oder storniert werden. Ich glaube Berlin ist fast ausverkauft und dann soll Shen Yun auch voll sein und keinen Stromausfall haben. Man kann nur beten und aufrichtige Gedanken aussenden, dass alles gut klappt, trotz dieses Winterwetters das da kommen sollte  grimmige Kälte 75.

PS: Diese Woche ist unsere Schneeschaufeln kaputt gegangen. Wollte gestern eine neue Schneeschaufel kaufen, doch die Schneeschaufeln sind im Bau Mark "Bau Spezi"
  komplett ausverkauft.  Smiley26 Wenn jetzt nochmal viel Schnee kommt Sick ........und an solchen Dingen merkt man dass wieder richtig Winter ist wie schon lange nicht mehr.
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