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Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Druckversion +- Wetterforum Wetter-Runde (https://wetter-runde.de) +-- Forum: Allgemeines (https://wetter-runde.de/forum-1.html) +--- Forum: Der "Polarwirbel" im Fokus (https://wetter-runde.de/forum-21.html) +--- Thema: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 (/thread-5435.html) |
RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Country - 09.01.2021 Hier ein aktuelles Video dazu: Polarwirbelsplit! Chancen für Arctic Outbreak steigen Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login. LG Country RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Mittelhessen - 10.01.2021 Hier was aktuelles im Punkto SSW vom DWD: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login. RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Heinrich - 10.01.2021 Mittelhessen schrieb:Hier was aktuelles im Punkto SSW vom DWD: Grüß Dich Mittelhessen! Super, vielen Dank für das Einstellen! So muss ich mich korrigieren, denn wenn der DWD die rasche Erwärmung (SSW) als Major Warming erklärt, dann wird das so richtig sein. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Windumkehr auch in 30 hpa erfolgt sein muss für ein Major Warming. Der DWD erklärt aber, dass die Windumkehr in 10 hpa schon genügen. Damit sollte die Sachlage geklärt sein. Für die spätere Nachverfolgung und zum Abheften zitiere ich in Gänze, was der DWD dazu geschrieben hat: Zitat:Plötzliche Stratosphärenerwärmung, was nun? Wir sollten den Bericht vom DWD, der für den 14. Januar angekündigt wurde, unbedingt auch hier in den Thread einbringen! Man kann aus diesen ganzen Ausführungen ja nur lernen und bekommt ein besseres Gefühl für die Zusammenhänge. Meinen Gruß! RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Wettergucker - 12.01.2021 Mahlzeit! Der DWD ... S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Dienstag, den 12.01.2021 um 10.30 UTC Zunächst Wetterberuhigung und kalt, zum Sonntag wieder zyklonaler mit Milderung, erweiterte Mittelfrist eventuell wieder kälter. __________________________________________________________ Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 19.01.2021 Die großräumige Entwicklung im atlantisch-europäischen Raum ist geprägt durch eher meridionale Strömungsmuster. Dabei erstreckt sich hohes Geopotenzial über dem Atlantik bis zur Arktis, demgegenüber ist die Frontalzone in Teilen Eurasiens weit nach Süden verschoben. Das kann mittlerweile als ein sich einstellendes troposphärisches Muster nach der plötzlichen Stratosphärenerwärmung am 05./06.01.2021 betrachtet werden. Dementsprechend bewegen sich sowohl AO als NAO-Index weiterhin im negativen Bereich. Die weitere Entwicklung (auch über die Mittelfrist hinaus) wird wahrscheinlich weiterhin dadurch beeinflusst, obwohl die Prognoseunsicherheit relativ groß bleibt. Zudem soll zur Monatsmitte der zonal gemittelte zonale Wind in 60 Grad N und 10 hPa erneut reversieren, also auf Ostwind drehen, wonach mit einer gewissen Verzögerung auch ein weiteres troposphärisches Arktik- bzw. Grönlandblocking gestützt werden sollte. In der Tat finden sich in den weitergehenden Clustern des IFS verwertbare Signale dafür. Damit würden auch in Nord- und Mitteleuropa etwa ab Mitte nächster Woche die Lösungen mit Nord oder Nordost wieder zyklonal zunehmen. Ein weiterer Punkt könnte auch die allmähliche Verlagerung des stratosphärischen und troposphärischen Polarwirbels infolge von Split und Displacement mehr nach Nordsibirien/ Asien und damit einhergehende hohe Werte der Potenziellen Vorticity (PV in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre) auch in dessen Randbereich (Mittel- und Osteuropa) für eine nachhaltigere Abkühlung sorgen. Actio gleich reactio heißt es in der Physik, und in der Tat lebt als Gegengewicht (und erhöhter Unsicherheitsfaktor für die Modellwelt) auch die Tiefdruckaktivität über dem Atlantik (ausgehend von Kanada/ Neufundland) wieder deutlich auf. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass infolge hohen Geopotenzials über dem östlichen Nordpazifik auch über Nordamerika vermehrt arktische Luftmassen ausfließen, die bei relativ hohen Meeresoberflächentemperaturen des Nordatlantik vermehrt rapide Zyklogenesen befördern könnten. Das hohe Geopotenzial über dem Nordpazifik wiederum sollte mit der andauernden La Nina in Zusammenhang gebracht werden. Die Tiefentwicklungen über dem Nordatlantik könnten vorderseitig zunehmend hohes Geopotenzial über Grönland forcieren. Damit ergäbe sich eine Geopotenzialbrücke, die vorwärts geneigt bis zur Arktis reicht. Damit wäre der Weg frei für die weiter oben beschriebenen Zirkulationsmuster (siehe auch IFS ab Mitte nächster Woche). Natürlich ist auch eine südlichere Zugbahn der Tiefentwicklungen möglich. Dann bliebe es zwar bei einer mehr oder weniger stark ausgeprägten High-over-low-Situation über dem atlantisch-europäischen Raum, für Mitteleuropa hieße das aber wieder zyklonalen Wettercharakter mit atlantisch geprägten maritimen Luftmassen (ebenso in den Clustern des IFS und GFS enthalten). Und weiter unter Quellangabe -> Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login. Grüße RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Thomsche - 12.01.2021 So wie die GWL sich verhält glaube ich mittlerweile nicht mehr an irgendwelche Ausbrüche. Schade um das große Potential... RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Imhasch - 12.01.2021 Aktuell zwar Starkschneefall aber bei plus 1 Grad. Ich glaube auch ,wenn ich diverse Karten mit dem Temperaturverlauf anschaue nicht mehr an einen Winter mit längerem Frost bzw. Schnee. Wir haben zwar eine Konstellation die so gut wie seit mehreren Jahren nicht mehr ist,aber trotzdem stimmt wieder ein Rädchen nicht überein. Kommt mir vor wie ein Gast eingeladen ist und vor der Tür kehrt macht. Heinrich bitte halte bei mir die Hoffnung mit deiner Einschätzung hoch RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Dominik90 - 12.01.2021 GFS 12Z Para geht hier ab nächster Woche auf über +10° The Same procedur as every year.. bis auf bisschen Frost und ne futzel Schneedecke gabs hier bisher kein Winter.
RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Heinrich - 12.01.2021 Imhasch schrieb:Heinrich bitte halte bei mir die Hoffnung mit deiner Einschätzung hoch Grüß Dich Imhasch! Ich weiß gar nicht, warum heutzutage so viele Leute derart ungeduldig geworden sind. Beim Wetter braucht eine nachhaltige Umstellung schon Zeit, das geht nicht von jetzt auf gleich. Oft sind es zwei Schritte vor, einer zurück, wieder vor usw. Macht Euch mal locker, es läuft doch alles nach "Fahrplan". Die Zeit scheint nur langsamer zu vergehen, tut sie aber nicht. Was schrieb ich vor elend langer Zeit: das Displacement mit einer Zonalwindumkehr in 30 hpa wird sich um den 15. Januar einstellen. Das berechnen nun auch die Modelle einheitlich, es geht ja auch schon in die Kurzfrist. Und dann - man erinnere sich - sollte sich das in der unteren Stratosphäre in 100 hpa um den 18. Januar ebenfalls einstellen, dieses Displacement. Und - nochmal zurückblättern - der ganze Polarwirbel sollte sich dann auf die eurasische Seite der Nordhalbkugel einfinden. Auch das wird nun seit vielen Tagen längst so gerechnet. In nur 6 Tagen soll es so weit sein:
Dispacement 18.01.2021 gfs_z100_nh_f144.png (Größe: 103,5 KB / Downloads: 206)
...und dann wird der Polarwirbel an dieser Position in der Stratosphäre bis zum Monatsende "festgetackert", wir kommen unter einen Dauertrog, hier am Ende des Rechenzeitraum 28.01.2021:
Dauertrog 28.01.2021 gfs_z100_nh_f384.png (Größe: 99,07 KB / Downloads: 207)
Aktuell sieht die Geschichte so aus:
PW aktuell 12.01.2021.png (Größe: 105,2 KB / Downloads: 210)
Da haben wir noch einen Dipol auf der nordamerikanischen Seite, man könnte es als Trump-Trog bezeichnen, auch Trumps Tage sind gezählt. Dieser wird sich auflösen bis zum 18. Januar. Diese Umstellung läuft schon und das bedeutet natürlich viel Dynamik in der Wetterküche. Aber aller Widerstand ist zwecklos, wir kommen, eigentlich muss man sagen, wir verbleiben in einer winterlichen Wetterphase. Noch (viel?) mehr Schnee, allmähliche Abkühlung, dann verschärften Frost. Und wenn sich dieser Dauertrog dann mal abmelden will, dann steht eine Kahlfrost-Phase an. Ich denke mal so als Zeitfenster ab Monatswechsel zum Februar wäre das möglich. Wie stark und wie lang das sein wird, das steht noch in den Sternen. In Summe doch keine schlechten Aussichten, oder? Zur Dämpfung der Vorfreude: ich kann falsch liegen, das wäre nicht das erste mal. Die Übersetzung der stratosphärischen Entwicklungen in troposphärisches Wettergeschehen ist leider viel schwieriger als man es annehmen möchte. Man kann eigentlich nur einen groben Fahrplan ausarbeiten, die Pünktlichkeit lässt oft zu wünschen übrig und nicht selten wird eine andere Strecke benutzt auf dem Weg zum Ziel... Wir werden es ja erleben. Meinen Gruß! RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Imhasch - 12.01.2021 Danke Dir für die Einschätzung RE: Diskussionen rund um den Polarwirbel 2020/21 - Wettergucker - 13.01.2021 |