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Normale Version: Information #1 Starkregen Mittelmeer (Europa)
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Servus liebe ins Mittelmeer-Tellerrandgucker! -Übrigens auch wichtig für unseren Winter hier-

Viele Mittelmeerregionen werden auch weiterhin von Unwetter-Ereignissen betroffen sein. Das reißt heuer nicht wirklich ab ... Blushsmiley 33

Beobachtungsgrüße

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(15.11.2021, 20:24)Wettergucker schrieb: Link ist nur fuer registrierte User sichtbar. registrieren oder login.Servus liebe ins Mittelmeer-Tellerrandgucker! -Übrigens auch wichtig für unseren Winter hier-

Viele Mittelmeerregionen werden auch weiterhin von Unwetter-Ereignissen betroffen sein. Das reißt heuer nicht wirklich ab ... Blushsmiley 33

Beobachtungsgrüße


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Dazu passend ...

"Ganz schön Wetter" in Europa
Datum 24.11.2021


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Lässt man den Blick ins Mittelmeer schweifen, zeigt sich auch dort bereits schon heute ein Tief namens "Yilmaz". Dieses bringt im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs bereits heute schon einiges an Regen. Da die Schneefallgrenze im nördlichen Spanien sowie im Bereich der Pyrenäen um 1000 m schwankt, sehen diese Regionen bereits heute schon Neuschnee. "Yilmaz" zieht jedoch am Freitag in Richtung Norditalien bzw. in die Adria ab. Nachfolgend stellt sich dann eine nördliche Strömung ein. Und hier kommen die bereits oben angesprochenen Tiefdruckgebiete "Zeus" und das noch zu gebärende Gröndlandtief "Andreas" ins Spiel. Diese Tiefdruckgebiete schwächen sich auf ihrem Weg nach Mitteleuropa zwar ab, sorgen jedoch dafür, dass polare Kaltluft recht weit nach Süden vordringen kann. Somit sinkt die Schneefallgrenze mit am Wochenende aufkommenden Niederschlägen allmählich weiter ab. Dabei schwankt diese dann besonders im Norden Spaniens bzw. im Bereich der Pyrenäen zwischen 600 und 1000 m. Die Gebirgsketten stehen der einfließenden Luftmasse mit ihrer West-Ost-Ausrichtung im Wege, wodurch es zu einem nördlichen Anstauen der Niederschläge kommt. Da die höchsten Gipfel über 2500 m im Kantabrischen Gebirge und über 3000 m in den Pyrenäen hoch sind, kann man nun recht einfach eins und eins zusammenzählen: Es wird in Berglagen einiges an Neuschnee zusammenkommen. Akkumuliert man die Neuschneemengen bis Montagfrüh auf, so zeigen die Modelle beachtliche 90 bis 150 cm, lokal sind sogar Mengen um bzw. über 200 cm drin.

Um nun aber "Yilmaz" nicht aus den Augen zu verlieren, werfen wir auch noch einen Blick ins zentrale und östliche Mittelmeer. Denn dieses wird im Laufe der Woche dann ebenfalls von "Yilmaz, der vor nichts zurückweicht" (Namensbedeutung), heimgesucht. Dieser zieht, wie oben angesprochen, über Korsika und das Ligurische Meer in den Norden Italiens und kann sich dabei sogar aufgrund zunehmender Antriebe aus höheren Luftschichten noch etwas verstärken. An seiner Südflanke "drückt Yilmaz" ab Donnerstag mit einer kräftigen westlichen Strömung feuchte Mittelmeerluft ans Festland, wo sich diese in Form von kräftigen Schauern und Gewittern entlädt. Besonders im Fokus stehen dabei die italienische Westküste, etwa von Latium bis Kalabrien sowie die Küstenregionen der östlichen Adria von Südkroatien bis Nordalbanien. Bis Montagfrüh können dort regional 100 bis 250 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Vereinzelt sind sogar 300 bis 400 l/qm drin, lokal muss dann durchaus mit Überschwemmungen gerechnet werden. Im Laufe des Wochenendes sind dann auch zunehmen Griechenland und die Türkei von den Niederschlägen betroffen, wenngleich die Mengen dort geringer ausfallen sollen. Dazu muss in vielen Mittelmeerregionen besonders am Wochenende mit Sturmböen gerechnet werden, teilweise sind auch schwere Sturm- oder orkanartige Böen möglich. Es steht also in Teilen Europas eine spannende zweite Wochenhälfte vor uns!
MSc.-Met. Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach, den 24.11.2021
Copyright © Deutscher Wetterdienst

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Übrigens ... Spanien! Schnee ab 600m und ich denke wir werden heute schon Bilder davon ersehen können. Das ist früh und irgendwie kennen wir diese Bilder von da ... Ich behaupte an der Stelle, dass viele Teile von Spanien gerade auch in den letzten Jahren nicht wirklich einer gängigen Aussage "Warm gewinnt immer" zustimmen werden ...
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